Verkaufsoffene Sonntage in Everswinkel
Stärkung für Handel und Ortskern

Everswinkel -

Feiern und shoppen am Sonntag – im Vitus-Dorf gibt‘s da seit vielen Jahren traditionelle Termine. Frühlingsfest, Vitus-Fest, Weihnachtsmarkt. Dabei soll es auch bleiben. Dass sich der Hauptausschuss nun dennoch mit dem Thema „verkaufsoffene Sonntage“ beschäftigten musste, liegt in dem im vergangenen Jahr modifizierten Ladenöffnungsgesetz NRW begründet.

Freitag, 15.03.2019, 07:36 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 07:40 Uhr
Drei verkaufsoffene Sonntage sollen es auch künftig sein, hat der Hauptausschuss einstimmig beschlossen. Foto: Klaus Meyer

„Der Rechtssicherheit halber sollten wir von der dynamischen Regelung abrücken und die Sonntage benennen, an denen geöffnet werden soll“ – sprich sie sollten jedes Jahr konkret benannt und beschlossen werden, machte Martin Welzel vom Ordnungsamt deutlich.

Das Gesetz habe die Möglichkeiten erweitert. Jährlich sind theoretisch acht – nicht aufeinanderfolgende – verkaufsoffene Sonn- und Feiertage möglich, wenn sie im öffentlichen Interesse liegen. Begrenzt sind sie durch einen Zeitrahmen ab 13 Uhr und für maximal fünf Stunden. Das öffentliche Interesse werde hergestellt im Zusammenhang mit örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen, ferner wenn der Erhalt, die Stärkung oder Entwicklung eines „vielfältigen stationären Einzelhandelsangebotes“ bzw. zentraler Versorgungsbereiche angestrebt, die Belebung der Innenstädte und Ortskerne erreicht oder „die überörtliche Sichtbarkeit der jeweiligen Kommune als attraktiver und lebenswerter Standort insbesondere für den Tourismus und die Freizeitgestaltung, als Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort von kulturellen und sportlichen Einrichtungen gesteigert“ werde.

In Everswinkel stehe die Festivität im Vordergrund, so Welzel. In der gemeindlichen Kommentierung der örtlichen Regelung wird betont, dass die zusätzlichen Öffnungszeiten für die „eher kleine Gemeinde mit der Nähe zu Münster als Oberzentrum“ bedeutsam seien. Zumal die Zahl der örtlichen Geschäfte „seit Jahren rückläufig“ sei und sowohl die „strukturelle Änderung des Kaufverhaltens“ (Stichwort Internet) wie auch die Konkurrenz des benachbarten Münsters „eine Herausforderung an den hiesigen Handel darstellt“.

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