Steverhalle: Erster Bauabschnitt im Zeitplan, Gemeinde wartet auf Folgeförderung
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Senden -

Mit rund 4,8 Millionen Euro schlagen Sanierung und Modernisierung der Steverhalle zu Buche. Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt liegen aktuell zwar im Zeitplan. Ob sich der zweite Bauabschnitt nahtlos anschließen kann, steht allerdings noch nicht fest.

Montag, 01.04.2019, 17:30 Uhr
Der erste Bauabschnitt an der Steverhalle umfasst die Erneuerung der großen Hallenfenster und des Tonnendaches, den Bau zweier Technikbauten sowie Dachsanierungen. Foto: Gemeinde Senden

Die gute Nachricht vorab: Der erste Bauabschnitt zur Sanierung und Modernisierung der Steverhalle liegt im Zeitplan. „Wir gehen davon aus, dass die laufenden und bereits ausgeschriebenen Arbeiten bis Oktober fertig sind“, berichtet Beate Malsch, Architektin bei der Gemeinde Senden, auf WN-Anfrage. Die weniger gute Nachricht: Zurzeit weiß niemand, ob sich der zweite Bauabschnitt, der sich voraussichtlich über weitere neun Monate erstreckt, nahtlos anschließen kann. Offen ist damit, wann die Steverhalle wieder in Betrieb gehen kann. „Das liegt nicht in unserer Hand“, betont der Beigeordnete Klaus Stephan. „Es hängt davon ab, wann wir vom Ministerium den Förderbescheid oder die Genehmigung für einen förderunschädlichen Baubeginn erhalten.“

Denn der rund 2,1 Millionen Euro teure zweite Bauabschnitt wird zu 50 Prozent aus Städtebaufördermitteln finanziert. Entsprechendes gilt für den seit Februar laufenden zweiten Abschnitt, der mit circa 2,7 Millionen Euro zu Buche schlägt. „Hinzu kommt für rund 90 000 Euro eine Photovoltaik-Anlage, die komplett von der Gemeinde finanziert wird“, erklärt der stellvertretende Fachbereichsleiter Klaus Mende.

Auslöser für die umfangreiche Modernisierung und Sanierung der Halle waren ursprünglich die undichten Dächer (WN berichteten). So sanieren Mitarbeiter der Firma Sträter aktuell das Flachdach über dem Umkleide-Trakt und bringen dort zusätzlich eine Wärmedämmung an. Parallel zu diesen Arbeiten werden von der Bauunternehmung Schrapper auf der dem Wortbach zugewandten Seite zwei Technikgebäude errichtet. „Die neue Lüftungstechnik ist viel effizienter als die alte, die bereits demontiert worden ist. Die neue Anlage ist aber auch etwa zwei Meter höher und passt nicht mehr in die Halle“, erläutert die Architektin, warum die beiden Anbauten erforderlich geworden sind.

Eine spektakuläre Aktion kündigt sich für Anfang Mai an: „Dann werden die Stahlrahmen-Fachwerkträger mit einer Spannweite von 30 Metern angeliefert. Sie werden auf dem Boden montiert und dann mit einem 600-Tonnen-Kran über das bestehende Tonnendach gesetzt“, berichtet Mende. Voraussichtlich von Mitte Juni bis Mitte August wird diese Stahlkonstruktion mit einem Aluminium-Profildach verkleidet. „Die Optik der Steverhalle bleibt erhalten, was politisch ausdrücklich gewünscht ist“, erläutert Stephan. Im letzten Teilprojekt des ersten Bauabschnitts werden die großen Hallenfenster erneuert. Parallel zu den Außenarbeiten läuft in der Halle die Modernisierung der Versorgungstechnik an, der Lüftung, Heizung, Sanitäranlagen und Beleuchtung.

Im zweiten Bauabschnitt ist die Sanierung der restlichen Außenhülle vorgesehen, das umfasst zum Beispiel den Austausch der kleineren Fenster, die Abdichtung und Wärmeisolierung der übrigen Dachbereiche sowie Schallschutzmaßnahmen. In der Halle selbst werden unter anderem ein zeitgemäßer Sportboden, eine moderne Wärmepumpenanlage und neue LED-Deckenstrahlplatten installiert. Somit wird die circa 28 Jahre alte Technik der Steverhalle komplett runderneuert. „Wir berücksichtigen bei der Modernisierung auch den Inklusionsgedanken, indem wir das Behinderten-WC modernisieren und Hörschleifen einbauen“, führt Malsch aus.

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