Fehlbefüllungen ohne Ende
Verstärkte Biotonnen-Kontrolle

Ahlen -

Fehlbefüllungen und kein Ende: Die Stadt Ahlen reagiert – mit verschärften Kontrollen der Biotonnen.

Dienstag, 02.04.2019, 15:08 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 11:58 Uhr
Die Stadt Ahlen hat falsch befüllte Biotonnen dokumentiert. Sie reagiert jetzt mit verschärften Kontrollen. Foto: Stadt Ahlen

Massenweise Plastiktüten, Elektroschrott, Metallschrott, Bauschutt und vieles mehr fällt auf den Boden der Annahmehalle des Kompostwerks in Ennigerloh, wenn der Biomüll aus Ahlen angeliefert wird. Darauf reagiert die Stadt jetzt mit verschärften Kontrollen.

Da der Biomüll zu hochwertigem Kompost veredelt wird, der anschließend als Dünger für Ackerflächen, Gärten und zur Rekultivierung Verwendung finden soll, müssen die Störstoffe erst mühevoll heraussortiert werden. Dieses Aussortieren ist zeitaufwendig und teuer. Die Kosten hierfür werden der Stadt und somit der Allgemeinheit in Zukunft in Rechnung gestellt, sollte sich die Qualität des angelieferten Biomülls nicht deutlich verbessern. Im Umkehrschluss werden diese Mehrkosten auch zu einer Erhöhung der Abfallgebühren in Ahlen führen, heißt es.

Um dies zu vermeiden, werden die Ahlener Umweltbetriebe während der Entsorgung ab sofort wieder verstärkt Kontrollen der Bioabfallbehälter vornehmen. Behälter, in denen Störstoffe gefunden werden, können bei der Entsorgung nicht berücksichtigt werden und bleiben stehen. Nicht geleerte Behälter müssen vom Aufsteller sortenrein nachsortiert werden und können erst wieder bei der nächsten Abfuhr bereitgestellt werden.

Die zeitliche Überbrückung bis zur nächsten Biomüllabfuhr ist dann nur über den Zukauf der städtischen Biomülltüten möglich. Die stehengelassenen Behälter werden aus Kostengründen nicht nachgefahren.

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