Versammlung des Imkervereins
Neue Gefahren für Bienenvölker

Lengerich -

Asiatisxhe Hornisse und Kleiner Beutenkäfer, mit diesen beiden Tieren sollten sich hiesige Imker verstärkt befassen. Droht doch von ihnen erhebliche Gefahr für die Bienen. Das wurde jetzt während einer Versammlung des Imkervereins deutlich.

Mittwoch, 03.04.2019, 12:37 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 13:00 Uhr
Imker Dr. Hans Butterhof sorgt sich um seine Bienen. Foto: Imkerverein Lengerich

Neue, gefährliche Bienenfeinde sind das Hauptthema während des Frühjahrstreffen des Lengericher Imkervereins gewesen. Zahlreiche Imker nutzten die Gelegenheit, um sich vor allem über die Asiatische Hornisse und den Kleinen Beutenkäfer zu informieren.

Während die Verbreitung der Asiatischen Hornissen, die sich ausschließlich von Bienen ernährt, laut Pressemitteilung erst in kommenden Jahren in der hiesigen Region erwartet wird, wird der nur etwa fünf Millimeter kleine Käfer schon gefürchtet, weil er in den Stöcken verheerende Schäden anrichten kann. Ihm gelingt es, Ammenbienen dazu zu bringen, ihn statt die eigene Brut zu füttern. Die größte Gefahr gehe aber von seinen Larven aus, so der Imkerverein. „Sie fressen im Bienenstock alles, Wachs, Honig, sogar Bienen. Ein befallenes Volk ist verloren.“

Die Bekämpfung des Schädlings sei schwierig. Nicht nur seine geringe Größe komme ihm zugute, auch seine Schnelligkeit und seine Scheu vor Licht. Noch werde der aus Afrika eingeschleppte Käfer in Süditalien in Schach gehalten. Imker sollten sich aber schon jetzt auch in der Region darauf vorbereiten, dass sie anders als bisher arbeiten müssen, wenn der Käfer auftritt.

Die Gefahr gehe dabei wesentlich von ungenügend überwachten Bienen-Importen aus Australien und Neuseeland aus. In diesem Zusammenhang wies Andreas Noll, Vorsitzender des Imkervereins, auf die Pflicht jeden Imkers hin, alle seine Völker beim Veterinäramt zu melden.

Der Imkerverein appelliert zudem erneut an alle Gartenbesitzer, beim Kauf von Blumen und anderen Pflanzen nicht nur auf deren prächtiges Aussehen, sondern auch auf deren Bienenfreundlichkeit zu achten und sich entsprechend beraten zu lassen. Pollen und Nektar spendende Pflanzen seien auch für Wildbienen und andere Insekten wichtig – und damit auch für den Singvogel-Bestand.

Nachrichten-Ticker