Zeche Ibbenbüren
RAG lässt alte Schächte fluten

Ibbenbüren -

Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, muss raus: Nach der Zechenschließung in Ibbenbüren wird unter Tage aufgeräumt. Jetzt hat die RAG auch das Konzept vorgestellt, wie mit dem sehr mineralienhaltigen Grubenwasser umgegangen werden soll.

Mittwoch, 03.04.2019, 12:04 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 12:25 Uhr
Die Strecke unter Tage im Ibbenbürener Grubengebäude wird leer geräumt. Foto: Wilfried Gerharz (Archiv)

Alle Kohlen sind verkauft, die Zechenbahn an die RWE Generation SE übergeben, der letzte Aufsichtsrat bestimmt. Jetzt räumt die RAG Anthrazit Ibbenbüren mit rund 430 Beschäftigten das Grubengebäude in Ibbenbüren leer. Die RAG Ibbenbüren hat derweil den Abschlussbetriebsplan bei der Bergbaubehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, eingereicht.

Das Grubengebäude unter Tage wird nun nach und nach verkleinert. Zu den besten Zeiten umfasste es rund 100 Kilometer Strecke unter Tage, mittlerweile sind es noch rund 36 Kilometer. Herausgeräumt wird alles, was beweglich ist; zudem Öle, Betriebsstoffe, Kabel. Stahl, der mit dem Berg verbunden ist, darf im Berg bleiben. Die Schächte sollen bis Ende 2019 verfüllt sein.

Schicht im Schacht im Bergwerk in Ibbenbüren

1/46
  • _Q4B4525

    Am Jahresende ist Schicht im Schacht...

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die beiden letzten deutschen Steinkohle-Zechen machen dicht – darunter auch das Bergwerk in Ibbenbüren.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Es ist das Ende der deutschen Steinkohleförderung und eines Berufsstandes mit eigenem Stolz, eigenen  Traditionen. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Es ist ein Ausstieg nach jahrelanger Vorbereitung und ohne Entlassungen: Die meisten Kumpel gehen in Vorruhestand, einige Hundert müssen in neue Jobs wechseln. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Dennoch tut den Bergleuten der Abschied von ihrer harten Arbeit sehr weh, wie ein Besuch unter Tage in Ibbenbüren zeigt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Strukturell aber hat sich die Bergbaustadt im Norden des Münsterlandes längst fit gemacht für das Kohle-Aus. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz

RAG lässt Grubenwasser ansteigen

Danach will die RAG das Wasser nicht mehr aus der Grube pumpen, sondern auf 63 Meter über Normalnull (NN) ansteigen lassen. Die Vorteile laut RAG: Lässt man das Grubenwasser ansteigen, fällt viel weniger Wasser an (minus 80 Prozent). Und es werden wesentlich weniger Mineralien an die Oberfläche gespült. So werde zum Beispiel das Natriumchlorid (Salz) laut RAG-Berechnungen auf Dauer um 99 Prozent reduziert. Bisher hat das Grubenwasser, das nach oben gepumpt wird, einen fast so hohen Salzgehalt wie Meerwasser. Beim Sulfat- und Eiseneintrag werde man die Grenzwerte nicht einhalten können – deswegen wird das Wasser in einer neuen Kläranlage aufbereitet. Auch beim PCB erwartet die RAG eine Sofortreduktion von 50 Prozent und dauerhaft von 99 Prozent.

Dienstagabend wurde das Konzept den Umweltausschüssen der betroffenen sechs Bergbaugemeinden vorgestellt.

Nachrichten-Ticker