Freibad-Festival
Bisher haben alle ihr Ticket behalten

Warendorf -

Seit dem Bruch zwischen Gjevdet Zeciri und Markus Schulte auf der einen und Markus Vedder auf der anderen Seite herrscht Aufregung bei „Warendorf-Live“-Ticketkäufern: Namika in Münster sehen oder auf die Star-Besetzung warten?

Donnerstag, 04.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 08:09 Uhr
Warendorf Live“mit Revolverheld im Jahr 2018. Die Veranstaltung gehört für viele ins Jahresprogramm.„Warendorf Live“ (hier die fünfte Auflage 2018) gehört für viele Warendorfer ins Jahresprogramm. Foto: Jörg Pastoor

Indem sie am Dienstag ihr Schweigen gebrochen haben, heizten iFan-Media-Geschäftsführer Gjevdet Zeciri und „Megaminds“-Inhaber Markus Schulte die Debatte über das Freiluft-Format „Warendorf Live“ erneut an. Im Netz hagelt es Fragen, bei „Du bist Warendorfer, wenn“ gibt es verärgerte Kommentare zur Konkurrenzveranstaltung „emsLive“, die jetzt Namika in Münster präsentiert.

Fakt ist: Namika steht am 13. September, dem Freitag vor „Warendorf Live“, nun auf der Bühne der Halle Münsterland. Damit muss, wer sich vor allem ihretwegen Karten besorgt hat, nach Münster fahren. Was bei einigen Social-Media-Nutzern für Stress sorgt, wenn sie etwa Karten für ihre Kinder gekauft und nun den Aufwand haben, sie nach Münster zu bringen und dann wieder abzuholen.

,Warendorf Live‘ hat sich in fünf Jahren erfolgreich etabliert.

Stadtwerkesprecherin Alice Kaufmann

In seiner Pressemitteilung vom Dienstag weist Gjevdet Zeciri ausdrücklich darauf hin, dass er und Markus Schulte die Künstlerin unter Vertrag haben: „Alle bereits verkauften Tickets für Namika behalten ihre Gültigkeit für „emsLive“ und gelten nicht für ,WarendorfLive‘.“

Und nun? Stadtwerke-Kunden können ihre Tickets dort zurückgeben und bekommen den Preis erstattet. „Alle anderen Ticketkäufer sollten sich für die Rückgabe ihrer Tickets direkt an Vedder Premiumevent wenden“, heißt es auf der Internetseite der Stadtwerke. Stand Mittwoch hat das bisher kein Käufer getan. Vereinzelte Fragen gab es aber im City­Shop schon. Markus Vedder – von den WN im Urlaub erreicht – weiß ebenfalls nur von einer Anfrage.

Bisher nur Nachfragen zu Eintrittskarten

Die Möglichkeit, dass nach der Trennung des ehemaligen Gespanns Zeciri/Schulte von Vedder die jetzige Konkurrenz entstehen könnte, war bis Dienstag nur eine Spekulation.

Wie geht es nun mit der „Warendorf-Live“-Reihe weiter? Vedder legte letzte Woche Wert auf die Feststellung, dass immer mehr Interessenten als neue Sponsoren bei ihm anklopften – was für die Beliebtheit der Reihe spreche. Stadtwerkechef Urs Reitis, der den Hauptsponsor der stark besuchten Veranstaltung repräsentiert, hatte während der Pressekonferenz in seinem Haus betont, dass es weitergehe, „Warendorf Live“ lebe.

Alice Kaufmann bestätigte auf Anfrage nachdrücklich, was ihr Chef gesagt hatte: „,Warendorf Live‘ hat sich in fünf Jahren erfolgreich etabliert. Es gehört zu Warendorf. Und deswegen stehen wir als Hauptsponsor natürlich dazu.“

Wir sind allein den Warendorfern verpflichtet.

Kaufmann zum Fortbestand des Festivals

Unternehmenssprecherin Kaufmann findet die „offensichtliche Zerstrittenheit“ zwischen den früheren Veranstaltungspartnern schade, weil das in der Öffentlichkeit für Verwirrung sorge. „Aus unserer Sicht ist das natürlich nicht zufriedenstellend.“ Man könne nur an die Beteiligten appellieren, sich in der Sache zu einigen, weil die Streiterei zu Lasten einer solchen Reihe gehe. Denn eines sei für die Stadtwerke klar:  „Wir sind allein den Warendorfern verpflichtet. An sie sollte man denken, denn das Format ist für sie.“

Öffentlicher Streit zu Lasten des Formats

Die Planungen für den „Warendorf-Live“-Samstag im September gehen also ungemindert weiter. In drei Wochen soll wie berichtet bekannt werden, welche Interpreten dann die Bühne im Emsseepark betreten.

Weder Gjevdet Zeciri noch Markus Schulte waren Dienstag oder Mittwoch für weitergehende Nachfragen telefonisch erreichbar.

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