Ammonium-Nachweis
Umweltalarm für die Bocholter Aa - Verursacher meldet sich

Bocholt -

Wegen einer ungewöhnlich hohen Ammonium-Konzentration in der Borkener Kläranlage hat die münsterische Bezirksregierung am Donnerstag vorsorglich Umweltalarm für die Bocholter Aa ausgelöst. Jetzt hat sich der Verursacher gemeldet.

Freitag, 05.04.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 12:17 Uhr
Foto: dpa

Update: Der Verursacher der Verunreinigung, bei der hoch stickstoffbelastete Flüssigkeit ins Kanalsystem der Stadt Borken gelangt war, hat sich bei der Polizei gemeldet. Nach der Berichterstattung über die alarmierenden Kontrollwerte im Abwasser nahmen Verantwortliche eines Betriebs in Borken Kontakt mit der Polizei auf. Jetzt sollen weitere Untersuchungen klären, wie es genau zu der Einleitung der entsprechenden Flüssigkeit kam.

Ursprungsmeldung: Vermutet wird, dass erhebliche Mengen Ammonium in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch oder am Dienstagmorgen in die Borkener Kanalisation gelangt sind. Wann und wo, ob mutwillig oder durch einen Unfall, all das ist bisher noch unklar, erklärt die Borkener Stadtverwaltung.

Die Stadt hat Strafanzeige ge­gen Unbekannt erstattet. Offen ist bisher auch, wie viel Ammonium in die Bocholter Aa gelangt ist, die neben der Borkener Kläranlage entlangfließt.

Messungen hätten zuletzt keine Auffälligkeiten ergeben, auch habe man bei Begehungen keine toten Fische entdeckt. „Wir hoffen, dass wir noch einmal mit ei­nem blauen Auge davongekommen sind“, sagt Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing.

Nachrichten-Ticker