Abfall soll bis 2057 in Ahaus bleiben
1155 Einwendungen gegen Atommülllager-Pläne

Legden -

Im Dorf Münsterland in Legden hat am Dienstagvormittag ein Erörterungstermin zur Atommüll-Lagerung in Ahaus begonnen. Der Termin hatte bereits im Vorlauf für Kritik gesorgt - doch worum geht es dabei genau?

Dienstag, 04.06.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 20:20 Uhr
Bis 2057 soll im Ahauser Zwischenlager schwach- und mittelradioaktiver Atommüll eingelagert werden, wenn es nach dem Betreiber geht. Foto: Marcus Brandt/dpa

Im Dorf Münsterland in Legden hat am Dienstag ein dreitägiger Erörterungstermin zur Atommüll-Lagerung in Ahaus begonnen. Die Betreiberin „BGZ“ will dort bis 2057 schwach- und mittelradioaktiven Atommüll lagern. Die bestehende Genehmigung läuft 2020 aus. Solche Termine bieten Gegnern die Möglichkeiten, den Experten der Bezirksregierung Münster, die über den Antrag  entscheiden, ihre Bedenken und Sorgen vorzutragen. Ein Sprecher der Behörde nannte die Debatte über die 1155 Einwendungen „kontrovers und sachlich“.

Abfälle sollen nach Salzgitter

Das Zwischenlager in Ahaus ist in zwei Teile getrennt. Im westlichen stehen 215 Stahlblechcontainer mit schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Das sind zum Beispiel aus- oder abgebaute Teile von stillgelegten Atomkraftwerken, Filter oder Metallschrott. Eigentlich sollen solche Abfälle im Schacht Konrad bei Salzgitter gelagert werden. Der wird allerdings nach Angaben des TÜV nicht vor 2027 eröffnet. In den anschließenden 30 Jahren bis 2057 soll der Atommüll aus allen Zwischenlagern in Deutschland in Salzgitter landen. So ist zu erklären, warum die BGZ ihren Antrag für eine Dauer bis 2057 gestellt hat.

Im zweiten Teil lagern hoch radioaktive Abfälle. Sie sind bei dem Erörterungstermin aber kein Thema.

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