„Don Camillo und Peppone“ feiert Freitag Premiere
Ein Klassiker im neuen Gewand

Tecklenburg -

Die letzte Szene wird geprobt – das große Schlussbild. Wieder und wieder werden die Schritte wiederholt. Passt schon alles perfekt? „Nein, aber wir haben ja noch eine Woche Zeit“, gibt sich Intendant Radulf Beuleke gelassen und blickt auf die konzentriert arbeitenden Darsteller auf der Freilichtbühne. Am nächsten Freitag aber, da kann man sicher sein, passt alles. Dann feiert das Musical „Don Camillo und Peppone“ Premiere.

Freitag, 14.06.2019, 21:00 Uhr
Die Proben laufen unter Hochdruck. Regisseur Andreas Gergen und Choreograf Till Nau (kleines Bild, von links) verfolgen jeden Schritt und jede Bewegung des Ensembles, geben Anweisungen und vergessen dabei den Spaß an der Sache nicht. Foto: Ruth Jacobus

„Don Camillo und Peppone“? Die meisten haben bei diesen Namen wohl den Film aus dem Jahr 1952 vor Augen, der auch heute noch dann und wann zu sehen ist. Da bekämpfen sich Fernandel als der schlitzohrige Pfarrer Don Camillo und Gino Cervi als aufbrausender Kommunistenführer Peppone und lassen auch schon mal die Fäuste sprechen. Dem einen geht es um seine Schäfchen, dem anderen um seine Wähler. Was beide eigentlich wollen, ist ein besseres Leben für die Menschen in dem kleinen, italienischen Dorf Boscaccio.

Das ist in dem Musical nicht anders, das in Tecklenburg am 21. Juni Deutschland-Premiere feiert. Hier sind es Thomas Borchert und Patrick Stanke, die die Hauptrollen übernehmen. Regie führt Andreas Gergen, für die Choreografie zeichnet Till Nau verantwortlich. Beide sind sich einig: „Wir wollen keine Doppelgänger.“ Er habe das Buch gelesen und sich die Filme angeschaut – und dann versucht, das wieder aus seinem Kopf zu löschen, erzählt Gergen. Wer an den altmodischen Film aus den 1950er Jahren denke, werde bei der Tecklenburger Inszenierung überrascht sein, verspricht er eine moderne Variante. Da gebe es auch schon einmal funkige Tanzschritte und insgesamt viel Dynamik, verrät Till Nau. „Damit wird auch ein jüngeres Publikum angesprochen.“ Superlustige Szenen und sehr ernste Momente werde es geben, mal rockige Musik, balladenhafte Songs. „Jede Nummer ist anders. Das ist ja das Spannende“, freut sich Gergen bereits auf die Premiere.

Gespannt auf den Freitagabend dürften Michael Kunze und Dario Farina sein. Aus deren Federn stammen Buch und Liedtexte sowie die Musik des 2016 in St. Gallen uraufgeführten Musicals. Beide wollen sich die Premiere in Tecklenburg ansehen.

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„Don Camillo und Peppone“ wird insgesamt 21 Mal gezeigt. Karten, auch für die Premiere, gibt es an der Theaterkasse an der Schlossstraße (' 0 54 82/220).

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