Sommerlounge
Ein Zeichen gegen das Rentnerstadt-Image

Warendorf -

Karibik-Flair herrschte am Wochenende auf dem Warendorfer Marktplatz. Die Veranstalter freuten sich über die riesige Resonanz, und die Besucher waren erfreut darüber, dass mit dem Event endlich ein Zeichen gegen das Rentnerstadt-Image Warendorfs gesetzt werde.

Sonntag, 07.07.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 09:43 Uhr
Eine rund 30-köpfige Gruppe aus Sassenberg feierte ihr Sommerfest in der Sommerlounge. Für Unterhaltung sorgten dort unter anderem die Tänzer der Salsa-Formation der Tanzschule Ingrid (rundes Foto). Foto: Rebecca Lek

Sand, Palmen und Cocktails verliehen am Wochenende dem Warendorfer Marktplatz karibisches Flair. Die Bierzeltgarnitur bekam einen bunten Anstrich, Lampions wurden dekoriert, die Besucher fühlten sich wie im Urlaub (die WN berichteten).

Das Konzept ging auf: Tagsüber kamen besonders Familien mit kleineren Kindern, während Abends abgefeiert wurde. „Wir haben eine super Resonanz. Die allgemeine Tendenz ist, dass ein Wochenende einfach zu wenig ist“, freute sich die Inhaberin von „Holland and More“, Anita Rendon, die die „Sommerlounge“ gemeinsam mit den Gastronomen von „In Mezzo“, „Extrablatt“ und der „minibar“ ins Leben gerufen hatte.

Freitagnachmittag begann das Spektakel mit Kokosnuss-Boccia, Limbo-Tanz und der Band „Rumbacoustic“, die das Publikum dazu animierte, mitzumachen. Bis spät in den Abend tanzten die Besucher im Sand und waren enttäuscht, als um Mitternacht die Musik ausgemacht werden musste. Aber sie konnten sich auf den Samstag freuen.

Um 12 Uhr öffnete die „Sommerlounge“ wieder ihre Pforten. Piratenschminken für die Kleinen, eine Tanzaufführung der Tanzschule Ingrid und der Auftritt der Band „Latino Total“ standen auf dem Programm. Durch das schlechte Wetter war der Marktplatz allerdings deutlich schlechter besucht, und auch die Band konnte erst eine Stunde später beginnen. „So etwas muss es einfach mehrmals im Jahr geben“, meinte Marco Kassab. Einen Verbesserungsvorschlag hatte seine Frau Kerstin: „Eine Imbissbude oder Candy-Bar für die Kinder wäre toll“. Für viele war die Veranstaltung eine gutes Zeichen gegen das Rentnerstadt-Image. „Die Stadt ist sonst ausgestorben“, erzählte Benny Weihrich. Enttäuscht zeigten sich einige allerdings über die Terminauswahl, denn parallel gab es die „Heimatbeats“ im Freibad. „Ähnliche Interessengruppen werden bei beiden Veranstaltungen angesprochen und klauen sich gegenseitig die Besucher“, kommentierte Familie Maxelon. Sonntag zeigte sich wieder die Sonne und belebte damit die „Sommerlounge“. Erneut trat die Tanzschule Ingrid auf und als besonderes Highlight stand das Rodeo-Surfriding bereit. Kleine und Große wagten sich auf das wackelige Surfbrett. Für die Veranstalter war das Wochenende ein voller Erfolg. „Zu 100 Prozent wird es das nächstes Jahr wieder geben“, erklärte Anita Rendon auf WN-Nachfrage. Vielleicht dann länger als nur ein Wochenende, wie sie hofft, und mit Besuchern in Karibik-Outfit. Die Wahl zu Mr. und Mrs Sommerlounge musste in Ermangelung entsprechend Kostümierter diesmal ausfallen.

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