Amtsgericht Coesfeld
Auto der Ex-Freundin aus Wut demoliert

Nottuln/Coesfeld -

Sein Wüten kommt einem 29-jährigen Nottulner teuer zu stehen. Vor dem Amtsgericht Coesfeld musste er sich nun für seine Tat verantworten.

Mittwoch, 04.09.2019, 06:00 Uhr
(Symbolbild)  Foto: dpa

Wegen Sachbeschädigung hat das Amtsgericht Coesfeld einen 29-jährigen Nottulner zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt. Er hatte das Auto seiner Ex-Freundin erheblich beschädigt. An dem Kleinwagen war ein Schaden von 3000 Euro entstanden.

Der Angeklagte gab an, dass die Beziehung zu seiner ehemaligen Partnerin „schwierig“ gewesen sei. Er habe ihr zum Beispiel beim Renovieren ihrer Wohnung geholfen, und sie habe sich nicht dankbar gezeigt. Er habe sie im Alltag überraschen wollen, sie habe „eiskalt“ reagiert. „Das war für mich alles sehr verletzend“, sagte der Nottulner.

„Irgendwann sind Ihnen dann also die Sicherungen durchgebrannt“, kommentierte der Richter die Aussage des geständigen Angeklagten. Dieser hatte im November des vergangenen Jahres am Pkw seiner Ex-Freundin den Lack zerkratzt, die Seitenspiegel abgeschlagen und die Scheibenwischer abgerissen.

Der Angeklagte hatte im Januar dieses Jahres einen Vertrag mit der Geschädigten abgeschlossen, in dem er zugesagt hatte, für den Schaden aufzukommen.

Wenig später allerdings musste der einschlägig vorbestrafte Nottulner wegen einer anderen Tat eine Haftstrafe von sieben Monaten antreten, aus der er kurz vor der Verhandlung am Amtsgericht Coesfeld entlassen worden ist. Der Nottulner musste sich schon mehrfach wegen Beleidigung, Betrugs und Bedrohung vor Gericht verantworten.

Im Falle der Sachbeschädigung hielt der Richter dem Angeklagten zugute, dass er „Einsicht und Reue“ zu seinem Fehlverhalten gezeigt habe. Es habe sich um eine Beziehungstat gehandelt. Trotz des hohen Schadens sei eine Geldstrafe angemessen, argumentierte der Richter.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Geldstrafe von 3500 Euro. Für den Angeklagten spreche, dass er Wiedergutmachung gegenüber der Geschädigten angekündigt habe und bereit sei, eine Therapie zu machen. Allerdings müssten beim Strafmaß auch das Vorstrafenregister und die laufende Bewährung berücksichtigt werden.

Der Verteidiger bat um ein mildes Urteil für seinen Mandanten. Dieser übernehme die volle Verantwortung für sein Fehlverhalten.

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