Kristina Hinz reist mit One-Way-Ticket
Weltenbummlerin hebt wieder ab

Senden -

Der Rückflug ist eine Option, doch Kristina Hinz hat ihn noch nicht gebucht. Die Weltenbummlerin aus Senden steigt mal wieder in einen Flieger nach Asien – und vielleicht ganz aus.

Samstag, 07.09.2019, 09:00 Uhr
An der Kante: Kristina Hinz behält in den Blue Mountains bei Sydney die Balance. Foto: Hinz

Sie hat ein One-Way-Ticket gebucht. Wenn Kristina Hinz am Dienstag ins Flugzeug nach Bangkok einsteigt, wird sie womöglich zur Aussteigerin. Drei Wochen ist sie mit einer Freundin in Thailand unterwegs. Dann kommt das eigentliche Ziel – Bali. Dort möchte sie zwei Monate bleiben für ein Upgrade ihrer Tauchscheine. Advanced Diver ist sie schon. Und vielleicht taucht sie in Asien auch ganz ab. „Ich baue mir eine Option auf“, sagt die Sendenerin. Die als Weltenbummlerin, oftmals allein auf Tour, viele Abenteuer erlebt, jedoch betont: „Ich bin grundsätzlich ein vorsichtiger Mensch.“

Lange Reise oder Einsteigen in einer Tauchschule

Ob es der Job in der Tauchschule auf der indonesischen Insel wird oder nur ein weiterer Trip, das steht dahin. Viel Gepäck nimmt die 29-Jährige nicht mit. Aber sie dockt in Bali bei Orten und Menschen an, die sie schon kennt.

Weltenbummlerin aus Senden startet wieder

1/19
  • Great Ocean Road: Kristina Hinz beim Surfen in Australien

    Great Ocean Road: Kristina Hinz beim Surfen in Australien

    Foto: Hinz
  • Kristina Weltenbummlerin auf Neuseeland am Mount Cook mit dem Van „Bruce“.

    Foto: Anna Ulbert
  • Vor einem Tempel im Norden Thailands.

    Foto: Kristina Hinz
  • Die Seele baumeln lassen: Kristina Hinz auf Bali.

    Foto: Ann-Christin Frank
  • An der Kante: Kristina Hinz in den Blue Montains bei Sydney.

    Foto: Hinz
  • Mit einer Freundin am Wanaka See in Neuseeland

    Foto: Kristina Hinz
  • Alt, aber robust: Mit dem Van Bruce durch Neuseeland

    Foto: Kristina Hinz
  • Queenstown, Neuseeland

    Foto: Kristina Hinz
  • Straße führt steil bergauf: Impressionen aus Neuseeland

    Foto: Kristina Hinz
  • Monumentale Felsenkunst: Neuseeland, Taupo Maori Carving

    Foto: Kristina Hinz
  • Am Hookerspass in Neuseeland

    Foto: Kristina Hinz
  • Impressionen aus Neuseeland.

    Foto: Kristina Hinz
  • Eine neuseeländische Künstlerin gestaltete ihn Anwesen mit Mosaiken.

    Foto: Kristina Hinz
  • Impressionen aus Neuseeland: Curio Bay mit einer Freundin.

    Foto: Kristina Hinz
  • Kristina Hinz auf Tour mit Freundin und Kollegin Ann-Christin Frank.

    Foto: Hinz
  • Ruinenbesichtigung tief im Dschungel von Kambodscha.

    Foto: Kristina Hinz
  • Strandspaziergang auf Frazer Island, Australien - die mit 120 Kilometer Länge größte Sandinsel der Welt.

    Foto: Hinz
  • Strandromantik: Rainbow Beach Australien

    Foto: Kristina Hinz
  • Traumstrand: Magnetic Island, Australien

    Foto: Kristina Hinz

Doch das ist nicht immer so, wenn die Kommunikations- und PR-Expertin ihre Wanderschuhe schnürt. Auf ihrer ersten großen Tour war sie von Ende Januar bis Ende Juni vorigen Jahres überwiegend alleine unterwegs – jedenfalls gab es nur phasenweise geplante Begleitung. Neuseeland – ihr Traumziel entpuppte sich als noch faszinierender als erwartet – , Australien, Kambodscha, Vietnam, Bali, Philippinen und Singapur waren ihre Stationen.

Touren ohne festen Zeiten und Etappen

Aber diese Etappen klapperte sie nicht nach festen Zeiten und Abfolgen ab, sondern ließ sich Zeit, Natur, Kultur und Menschen auf sich wirken zu lassen. Am Ende ihres Volontariates in einer Agentur für Kommunikation war die Sendenerin erstmals in die weite Welt aufgebrochen.

Ich musste es machen.

Kristina Hinz wurde schon öfter vom Fernweh gepackt

„Ich musste es machen“, betont Hinz, die auf dem Sendener Joseph-Haydn-Gymnasium das Abi gebaut und danach einen Master in Germanistik und Kunstgeschichte erlangt hat. Vor den Touren heißt es Sparen, denn die Kosten ihres Fernwehs trägt sie selbst.

Allein als Frau unterwegs – bisher ohne Vorfälle

Ihre sportliche Seite, vor allem Klettern und Tauchen, hat sie gestärkt, die Herausforderungen zu bestehen. Vor allem als Frau hätte sie schnell Opfer werden können. Doch ihr ist nichts passiert. Im Gegenteil, vor allem in Asien wurde sie nicht belästigt, sondern lernte „unheimlich hilfsbereite Menschen kennen“.

Aber Hinz, die im Frühjahr gerade fünf Wochen lang Mittelamerika durchstreifte, ergänzt: „Ein gewisses Misstrauen ist gesund.“ Sie habe Warnungen von Einheimischen, bestimmte Gebiete zu meiden, beachtet und oft keine oder falsche Infos über sich selbst gegeben, um sich zu schützen. Und sie weiß von „Backpacker“-Kolleginnen, dass ein erhöhtes Risiko (als Frau) allein zu reisen nicht nur theoretisch besteht. Außer im tiefsten Dschungel hielt sie per Social Media Kontakt mit Familie und Freunden. Das Handy hat sie aber nicht immer gezückt. Weshalb ihr von den schönsten Augenblicke Bilder fehlen. Zum Beispiel beim Tauchen: „Ich habe jeden Manta-Rochen über mir genossen . . .“

Nachrichten-Ticker