Streit in Ennigerloh endet tödlich
49-jährige Frau nach Messerstichen gestorben – Ehemann räumt Tat ein

Ennigerloh -

(UPDATE) Ein 43-jähriger Mann aus Ennigerloh hat laut einer Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei zugegeben, seine 49 Jahre alte Ehefrau am Mittwochabend mit einem Messer tödlich verletzt zu haben. Ein Richter erließ am Donnerstag Haftbefehl wegen Mordverdachts.

Donnerstag, 03.10.2019, 11:14 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 16:21 Uhr
Foto: dpa

Update (16.10 Uhr): Die verstorbene Frau ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster obduziert worden. „Ursächlich für den Tod waren mehrere, durch tiefe Messerstiche in den Rücken verursachte Verletzungen", fasste Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Ergebnis der Untersuchung zusammen. „Die Stiche haben die Lunge mehrfach getroffen und zu einem massiven Blutverlust und in der Folge zum Tod der 49-jährigen Frau geführt."

Der noch am Tatort vorläufig festgenommene 43-jährige Ehemann hat die Messerstiche in seiner Vernehmung zugegeben. „Das Tatmotiv ist derzeit noch unklar", äußerte der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll, zu den bisherigen Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter am Amtsgericht Warendorf am Nachmittag einen Haftbefehl wegen Mordverdachts und ordnete die Untersuchungshaft an.

Ursprungsmeldung: Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die Eheleute in der gemeinsamen Wohnung laut gestritten haben. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Bewohner des Mehrfamilienhauses die Beamten gegen 21.20 Uhr über die lautstarke Auseinandersetzung informiert.

„Im Verlauf des Streits wurde die Ehefrau vermutlich durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Sie verstarb noch in der Nacht an den Folgen der Verletzungen“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Donnerstag in Münster.

Polizeibeamte nahmen den Ehemann am Tatort vorläufig fest. Zur Klärung des Tathergangs und zu den Hintergründen der Tat ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht Münster die Obduktion der Verstorbenen beantragt.

Nachrichten-Ticker