SPD-Antrag: Gemeindeeigene E-Fahrzeuge am Wochenende zur Verfügung stellen
Funke für Elektro-Autos soll überspringen

Senden -

Die SPD-Fraktionen hat beantragt, dass sich interessierte Bürger am Wochenende Elektro-Fahrzeuge der Gemeinde Senden ausleihen können. Dazu sollen auf die Erfahrungen eines entsprechenden Pilotprojektes in Saerbeck zurückgegriffen werden.

Donnerstag, 05.12.2019, 19:00 Uhr
Klimaschutzbeauftragte Petra Volmerg ist begeistert von den elektrisch getriebenen Dienstfahrzeugen der Gemeinde. Die SPD möchte interessierten Bürgern die Gelegenheit zum Probefahren geben. Foto: sff

So mancher, der mit einem Kauf eines Elektro-Fahrzeugs liebäugelt, weiß noch längst nicht, ob der Funke auch in der Fahrpraxis überspringt. Dieser Interessengruppe möchte die Sendener SPD eine konkrete Entscheidungshilfe geben: „Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die für die Verwaltung angeschafften gemeindlichen E-Fahrzeuge nach dem Vorbild der Regelungen in der Gemeinde Saerbeck am Wochenende von Bürgerinnen und Bürgern kostenlos ausgeliehen werden können“, heißt es in einem Antrag, den Achim Peltzer im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte.

Der „Gedanke des Kennenlernens“ stehe im Vordergrund, führte Peltzer aus. Ähnlich wie bei dem Pilotprojekt in Saerbeck sollte Sendenern die Möglichkeit gegeben werden, einmal im Jahr und unter klar vorgegebenen Bedingungen ein gemeindeeigenes E-Auto auszuleihen. „Wir halten das für eine Sache, die man mal ausprobieren könnte“, sagte Peltzer. Zustimmung erntete er seitens der UWG, der Grünen und der FDP. Eine Umsetzung der Idee sei „gegebenenfalls denkbar“, signalisierte Bürgermeister Sebastian Täger grundsätzlich grünes Licht.

„Wir haben Sympathie für die Idee“, räumte auch Dr. Christian Vogdt (CDU) ein. Gleichwohl hege seine Fraktion Bedenken – aus vertraglichen Gründen, eventuellen Ausfällen der Fahrbereitschaft und wegen des Verwaltungsaufwandes.

Die genannten Probleme seien in anderen Kommunen gelöst worden entgegnete Peltzer. Auf seinen Vorschlag hin votierte der Ausschuss einstimmig dafür, die Beratung über den Antrag zur Elektromobilität an den Umweltausschuss zu übergeben. Bis zur Sitzung dürften auch Ergebnisse des Saerbecker Pilot-Projektes vorliegen.

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