Schlägerei in Dortmund
Schwangere zu Boden gestoßen

Ascheberg -

Die Polizei spricht von „tumultartigen Zuständen“. Auf einem Bahnsteig des Dortmunder Hauptbahnhofs ist während einer Auseinandersetzung eine 29-jährige Schwangere aus Billerbeck zu Boden gestoßen worden. Ein unbeteiligter Ascheberger geriet zwischen die Fronten.

Montag, 09.12.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 20:45 Uhr
  Foto: Anne Eckrodt

Bei einem Tumult, den eine Raucherin nach Polizeiangaben im Bahnhof Dortmund ausgelöst haben soll, ist ein 38-jähriger Mann aus Ascheberg zwischen die Fronten geraten und verletzt worden.

Bundespolizisten ermittelten bisher, dass eine 25-jährige Frau in der geöffneten Tür der am Bahnsteig wartenden Regionalbahn 51 (Dortmund - Coesfeld - Enschede) geraucht haben soll. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine schwangere 29-jährige Frau aus Billerbeck in dem Zug. Ein Begleiter der schwangeren Frau soll die Raucherin aufgefordert haben, Rücksicht auf die Schwangere zu nehmen und das Rauchen in der Tür einzustellen. Anschließend soll sich eine größere Anzahl von Personen, welche die Niederländerin begleiteten, in die verbale Auseinandersetzung eingemischt haben. Daraufhin hätten sich wiederum mehrere Begleiter der schwangeren Frau ebenfalls an der Diskussion beteiligt und das Geschehen auf den Bahnsteig verlagert. Nachdem die 25-jährige Raucherin einen Plastikbecher auf die Begleiter der 29-jährigen Schwangeren geworfen haben soll, eskalierte die Situation derart, dass die Schwangere aus Billerbeck zu Boden gestoßen worden sein soll.

Zudem soll in dem Handgemenge auch ein bislang vollkommen unbeteiligter 38-jähriger Mann aus Ascheberg zwischen die „Fronten“ geraten sein. Dabei geriet der Ascheberger zwischen Zug und Bahnsteigkante und verletzte sich. Außerdem sei der Mann von einem noch Unbekannten körperlich angegangen worden.  

Die schwangere 29-jährige Frau und der unbeteiligte 38-jährige Mann wurden sicherheitshalber in eine Dortmunder Klinik eingeliefert.

Bei der Mitnahme zur Bundespolizeiwache wehrte sich die Niederländerin dermaßen, dass sie nur unter Zwangsanwendung mitgenommen werden konnte. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihr ein Wert von 1,1 Promille. Wie genau sich der Sachverhalt tatsächlich darstellte, müssen nun weitere Ermittlungen ergeben. Es wurde die Sicherung der Videoaufzeichnungen aus der Regionalbahn 51 angeordnet.

Die Bundespolizei eröffnete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung. Gegen die 25-Jährige wurde zudem ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.    

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