Feuerwehr im Dauereinsatz
Unruhige Silvesternacht

Warendorf -

Der Jahreswechsel verlief für die Löschzüge der Kernstadt im Vergleich zu den vorherigen Jahreswechseln sehr unruhig ab. Zwischen Silvester und dem Vormittag am Neujahrstag rückten die Löschzüge 1 und 2 zu insgesamt sechs Einsätzen aus.

Mittwoch, 01.01.2020, 13:20 Uhr
Eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete löste einen Brand auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Wagnerstraße aus. Foto: Feuerwehr

Um 10.01 Uhr am Dienstag wurde der Standort Holzbach zu einem Containerbrand in der Düsternstraße alarmiert. Vermutlich durch Silvesterfeuerwerk ausgelöst kam es zu einem Kleinbrand in einem Wertstoffcontainer. Dieser wurde in kürzester Zeit abgelöscht und nach 10 Minuten konnten die Kräfte wieder abrücken.

Um 11.44 Uhr wurden die Löschzüge 1 und 2 erneut alarmiert. Über Hausnotruf wurde die Auslösung eines Heimrauchmelders in einem Wohnhaus am Töpferweg gemeldet. Die Einheiten von den Standorten Holzbach und Nord sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen machten sich auf dem Weg. Weil von der Hausnotrufzentrale keine weitere Verständigung zu den Eigentümer gegeben war, musste davon ausgegangen werden das sie sich in Gefahr befanden. Bereits nach Eintreffen der ersten Kräfte konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Lediglich angebranntes Essen gab Anlass zur Alarmierung und die Feuerwehr konnte zum Glück ohne tätig zu werden die Einsatzstelle unverzüglich wieder verlassen.

Am Nachmittag um 16.55 Uhr kam zur Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage in einer Einrichtung an der Dr.-Rau-Allee. Ein Tischfeuerwerk hatte den Feueralarm ausgelöst. Vor Ort konnte zum Glück kein Schadenfeuer vorgefunden werden.

Nur wenige Stunden später um 19.44 Uhr gab es den letzten Alarm des Jahres 2019. In einem Wohngebäude in der Brünebrede hat ein Heimrauchmelder ausgelöst. Aufgrund der Abwesenheit der Bewohner wurde von der Feuerwehr ein Zugang zur betroffenen Wohnung geschaffen. Nach weiterer Erkundung konnte eine Fehlauslösung festgestellt werden.

Das neue Jahr war gerade wenige Minuten alt, als in der Neujahrsnacht um 0.10 Uhr die Warendorfer Löschzüge zu ihren ersten Einsatz gerufen wurden. Eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete löste einen Brand auf dem Balkon im 2. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Wagnerstraße aus. Über tragbare Leitern, sowie über die in Stellung gebrachte Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz auf dem Balkon, und löschten den Brand mit einem Hochdruckschaumlöscher soweit ab, das eine Ausbreitung des Feuers in die Wohnung hinein noch in letzter Sekunde verhindert werden konnte. Die ersten Fensterscheiben waren bereits beschädigt und Rauch gelangte in die angrenzenden Räumlichkeiten. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Mit dem Hochleistungslüfter wurden abschließend die Räume belüftet. Die Polizei schätzt den Schaden auf einige tausend Euro.

Die Einsatzkräfte waren gerade dabei die Einsatzstelle zu verlassen, als der nächste Alarm um 1.05 Uhr erfolgte. An einem Wohngebäude in der Breslauer Straße brannten zwei Mülltonnen und eine abgestellte Spülmaschine. Das Feuer wurde mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz abgelöscht, und mit der Wärmebildkamera die bereits beschädigte Fassade und Umgebung kontrolliert. Die Feuerwehr rückte nach rund 30 Minuten wieder ab. Erschwerend kam bei den beiden zuletzt genannten Einsätzen noch hinzu, dass sehr starker Nebel mit Sichtweiten von zum Teil nur wenigen Metern, die anrückenden Einsatzkräfte vor einer besonderen Herausforderung stellte.

Zum Stichtag 31.12.2019, wurden insgesamt 412 Einsätze von den Löschzügen der Feuerwehr Stadt Warendorf geleistet. Die Tätigkeiten der einzelnen Löschzüge werden in den kommenden Wochen auf den jeweiligen Jahreshauptversammlungen vorgestellt.

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