Gebäude ist einsturzgefährdet
Nach Gasexplosion: 49-Jähriger schwer verletzt - Mordkommission im Einsatz

Ibbenbüren/Münster -

Zwei Menschen sind bei einer Gasexplosion in einem Haus in Ibbenbüren verletzt worden, einer von ihnen schwer. Da bislang noch unklar ist, ob die Detonation vorsätzlich herbeigeführt wurde, oder es sich um ein Unglücksgeschehen handelt, hat eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.

Mittwoch, 01.01.2020, 13:55 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 14:28 Uhr
Feuerwehr-Einsatz nach einer Gasexplosion im Föhrengrund in Ibbenbüren. Foto: Anke Beiing

Bei der Explosion in der Kellerwohnung eines Wohnhauses im Föhrengrund am Morgen des 1. Januar um 1.07 Uhr wurde ein 49-jähriger Mieter schwer verletzt, eine Frau erlitt leichte Verletzungen. Beim Polizeipräsidium Münster ist eine Mordkommission im Einsatz. Laut gemeinsamer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft sei unklar, ob der Mann die Detonation vorsätzlich herbeigeführt habe, oder ob es sich um ein Unglück handelt.

„Weitere Bewohner des Hauses berichten, dass sie durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen wurden“, wird Ulrich Bux, der Leiter der Mordkommission, in der Mitteilung zitiert. Danach seien sie  - ohne zu überlegen - sofort aus dem Haus geflüchtet. Auf der Straße hätten sie dann den 49-jährigen Mieter der Kellerwohnung liegen sehen.

Durch die Explosion wurde der Ibbenbürener so schwer verletzt, dass er in einer Spezialklinik behandelt werden muss. Zur Klärung des Sachverhaltes wird ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Die Ermittlungen dauern an.

Gebäude ist einsturzgefährdet

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich neben den beiden Verletzten noch drei weitere Personen in dem Haus. Sie wurden vor Ort von den Kräften der Ibbenbürener Feuerwehr betreut, erklärte deren Einsatzleiter Marko Lammerskitten. Anschließend sind sie bei Nachbarn untergekommen.

Das Haus, in dem sich die Explosion ereignete, ist stark strukturell beschädigt, berichtet Lammerskitten. Im Keller sind einige tragende Wände quasi nicht mehr existent, sodass das Gebäude einsturzgefährdet ist. Zudem ist ein Nachbarhaus so schwer beschädigt worden, dass es nur noch eingeschränkt bewohnbar ist. Ein weiteres Nachbarhaus ist leicht beschädigt worden.

Die Feuerwehr hat die Einsatzstelle beschlagnahmt und der Kriminalpolizei übergeben. Diese hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen.

Arbeitsintensive Nacht für Feuerwehr

Kurz vor diesem Großeinsatz waren bereits Einsatzkräfte der Feuerwehr Ibbenbüren zu einen Papiercontainerbrand an einem Elektronikmarkt, zu einem Feuer auf einem Balkon in der Vogtlandstraße und zu einem Schuppenbrand am Niedersachsenring ausgerückt. „Das waren silvestertypische Einsätze“, sagt Marko Lammerskitten. Die Explosion in dem Wohnhaus dagegen nicht.

Nachrichten-Ticker