Parkbad legt weiter zu
Erfolgswelle schlägt immer höher

Ahlen -

Ahlens Parkbad steigert sich mit seinen Besucherzahlen im sechsten Jahr in Folge. Und stößt an erste Kapazitätsgrenzen.

Donnerstag, 09.01.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 10:21 Uhr
Durch diese Tür gingen im vergangenen Jahr mehr Besucher denn je. Parkbad und Parksauna fuhren Rekordzahlen ein. Foto: Ulrich Gösmann

Die Erfolgswelle schlägt für Ahlens Parkbad immer höher. „Sensationell“ die Zahlen fürs Bad, das im sechsten Jahr noch einmal um 10,5 Prozent zulegte. „Sagenhaft“ die im Saunadorf mit plus 16,82 Prozent, wie Bäderchef Hans Jürgen Tröger bilanziert. 123 462 Besucher gingen im Vorjahr im „Berliner Park“ baden, 20 110 kamen zum Schwitzen.

„Schon der Januar wartete mit Rekordzahlen auf“, startet der Geschäftsführer auf Redaktionsanfrage seine Reise durchs Bäderjahr. 17 050 Freizeitsportler steuerten die Schwimmhalle an, 2511 das Saunadorf. „Hervorragende Besucherzahlen“ auch im Februar und März. Stabilisierend für die Statistik: der Mai, kühl und feucht. „Der Rest des Jahres verlief auf gutem, aber sehr hohen Niveau“, so Tröger. Am Ende steht ein doppeltes Plus von 11 718 Badegästen und 2895 Saunabesuchern.

Wir kommen an unsere Kapazitätsgrenzen.

Hans Jürgen Tröger

„Wir kommen an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt der Bäderchef – und sieht sich einmal mehr bestätigt, dass Abriss und Neubau seinerzeit die richtige Entscheidung gewesen seien. Und: Dass sich Investitionen lohnten – „und nicht immer nur Sparen und Billig“. Paradebeispiel: die neue Aufgusssauna, die noch einmal einen deutlichen Schub gebracht habe. Tröger: „Wir hätten vor fünf Jahren nicht gedacht, dass wir in der Sauna so schnell an die 20 000er-Grenze kommen.“ Allein am Dienstag seien 120 Besucher gezählt worden. In solchen Spitzenzeiten werde es rar um freie Spinde. Der Aufsichtsrat sei informiert worden, dass in den nächsten Jahren auf die starke Frequenz mit weiteren Veränderungen zu reagieren sei. Kein Geheminis mehr: ein Außenbecken für den FKK-Bereich.

Blick zum Bürgermeister-Corneli-Ring: Mit 53 718 Besuchern waren es zwar knapp 20 000 Freibadgänger weniger als im Vorjahr. Doch ein launisch heißer Sommer tritt in der Bilanz gegen einen Sommer konstanter Hitze an. Der Juni hatte zwar noch heiß begonnen. Ein eher durchwachsener Juli drückte aber eine Delle in die Bilanz. Im Schnitt steuerten an den 111 Saisontagen täglich 484 Badegäste das weite Freibad-Areal an, in das die Bädergesellschaft jetzt investiert. Allem voran in einen neuen Kassenbereich mit zusätzlichen Drehkreuzen und separaten Ein- und Ausgängen (wir berichteten). „Im Januar wird man schon was sehen“, prognostiziert Hans Jürgen Tröger. Alle Bestellungen seien noch zum Jahresende rausgegangen. Auch für eine Water­climbing-Anlage. Die neue Attraktion im Ahlener Freibad mit regionalem Alleinstellungsmerkmal.

Trotz großer Zahlen: Die Bäder bleiben ein Zuschussgeschäft. Aber, so der Geschäftsführer: „Wir werden die Zwei-Millionen-Grenze nicht überschreiten.“

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