Polizei vernimmt immer noch Zeugen zu den Verwüstungen im Stiegenparkt
Ermittlungen kommen voran

Heek -

Knapp zehn Wochen liegen die Vandalismusvorfälle auf dem Stiegenspielplatz nun schon zurück. Etliche hundert Euro musste die Gemeinde investieren, um die zahlreichen Schäden zu reparieren. Und obwohl die Polizei auf Hochtouren ermittelt, konnten die Täter noch nicht identifiziert werden. Doch es geht Stück für Stück voran.

Mittwoch, 08.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 16:18 Uhr
Wegen der Scherben und Zigarettenstummel im Sand wurde dieser mittlerweile komplett ausgetauscht. Auch diese Kosten werden auf die Verursacher umgelegt, wenn sie ermittelt werden können. Foto: Till Goerke

Denn es stehen neue, mutmaßlich vielversprechende, Vernehmungen an. „Die Vernehmungen vor Weihnachten haben die Ermittler auf neue Namen und Personen aufmerksam gemacht“, erklärt Polizeisprecherin Nadine Hermeling auf Anfrage. Diese Personen seien jetzt polizeilich vorgeladen worden. „Das soll in der kommenden Woche über die Bühne gehen.“

Um wie viele Personen es sich genau handelt, dazu macht die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben.

Wer hat was gesehen und gemacht?

Dass gleich mehrere Personen vorgeladen wurden und werden, wundert nicht. Denn es liegt nahe, dass nicht nur eine Person, sondern eine Gruppe für die Verwüstungen verantwortlich sein dürfte. Und da gilt es eben zu klären, wer was gesehen und gemacht hat. Oder eben auch nicht. Noch sind viele Fragen offen.

Nicht offen hingegen ist das Ausmaß der einstigen Verwüstungen. Glasscherben im Sandkasten, Graffiti-Schmierereien, abgetretene Mülleimer, die zum Teil im Stiegenteich landeten, und jede Menge Müll. Alles aber nicht unerheblich.

Und ärgerlich für die Gemeindeverwaltung. Erst recht, weil die Holztischplatte und die dazugehörigen Bänke nur wenige Tage nach der Erneuerung direkt wieder zugeschmiert waren. Bislang ist die Gemeinde mit den Kosten für die Beseitigung der Schäden in Vorlage getreten. Werden jedoch die Täter ermittelt, dann wird die Gemeinde die Schäden geltend machen. Zivilrechtliche Schadensersatzpflicht nennt sich das.

Darüber hinaus ist Sachbeschädigung laut Strafgesetzbuch ein Vergehen, das mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe sanktioniert werden kann.

Nichts ungewöhnliches

Doch so weit ist es noch lange nicht. Zwar hat die Gemeinde Strafanzeige bei der Polizei gestellt, aber deswegen schreiten die Ermittlungen auch nicht schneller voran. Dass diese so lange dauern, hat unterschiedliche Gründe, sagt Polizeisprecherin Nadine Hermeling: „Das liegt an der Anzahl der zu vernehmenden Personen und daran, dass nicht immer alle direkt zum Vernehmungsgespräch erscheinen oder um eine Verlegung bitten.“ Es sei auch nichts ungewöhnliches, dass die Ermittlungen bereits einige Wochen andauern. Und so lange die Ermittlungen laufen, so lange bleibt auch der Gemeinde nicht viel anderes übrig als abzuwarten.

„Wir warten ein mögliches Strafverfahren ab“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling. Und dieses Vorgehen habe nichts mit der verhältnismäßig geringen Schadenssumme zu tun, sondern sei einfach der übliche Weg in solchen Angelegenheiten. Auch wenn es ärgerlich ist.

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