Lebensgefährliche Abkürzung am Netto
Über die Gleise zur Bushaltestelle

Lengerich -

Nur als lebensgefährlich kann das eingestuft werden, was sich offenbar vor ein paar Tagen zwischen Netto-Markt in Hohne und dem Bahnhof abgespielt hat: Personen nutzten eine Lücke im Zaun des Discounter-Geländes, um über die Gleise zu laufen.

Sonntag, 02.02.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 20:57 Uhr
Über Gleise zu laufen ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Foto: Gernot Gierschner

Ein Augenzeuge berichtet gegenüber den WN, dass er das am vergangenen Samstag gegen 18.25 Uhr beobachtet habe. Es soll aber, schildert der Mann weiter, mehrere solcher Fälle gegeben haben.

Zwar haben weder Polizei noch Bundespolizei Kenntnis davon, doch Martin Po-grifke, städtischer Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung, berichtet, dass es die Lücke in dem Zaun ein paar Tage gegeben habe, weil das Element nach einem Unfall beschädigt gewesen sei. Zudem haben wohl auch bei Netto Mitarbeiter von dem Geschehen gehört. Der Zaun ist inzwischen repariert.

Ein Lengericher, der wie der Augenzeuge, oft am Bahnhof ist, betonte gegenüber den WN ebenfalls, dass er von dem Geschehen gehört, es aber nicht selbst gesehen habe. Ziel war wohl nicht ein Bahnsteig, sondern die Bushaltestelle am Bahnhof.

Die Bundespolizei teilt auf Anfrage mit, dass das unerlaubte Überqueren von Gleisen gemäß Eisenbahnbau- und Betriebsordnung ein Verwarngeld von 25 Euro nach sich zieht, wenn die Personen dingfest gemacht werden können – und wenn es zu keiner sogenannten Betriebsstörung kommt. Muss ein Zug beispielsweise bremsen, sei es jedoch keine geringfügige Ordnungswidrigkeit mehr. Dann erfolge die Festlegung des Bußgeldes im Einzelfall.

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