CDU und FDP würdigen „fachliche und menschliche Kompetenz“
Gericke will Landrat bleiben

Kreis Warendorf -

Der Kreis Warendorf soll seinen schwarz-gelben Landrat behalten. CDU und FDP schicken bei der Landratswahl am 13. September erneut Dr. Olaf Gericke ins Rennen.

Montag, 03.02.2020, 14:32 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 17:10 Uhr
Dr. Olaf Gericke (Mitte) will erneut Landrat werden. Rückendeckung erhält der 53-jährige Warendorfer von den beiden Parteivorsitzenden Reinhold Sendker Foto: Beate Kopmann

Landrat Dr. Olaf Gericke will Landrat bleiben und bei der Kommunalwahl am 13. September erneut antreten. Gestützt wird er von CDU und FDP – wie bereits bei seiner ersten Wahl im Jahr 2006.

„Ich habe wahrgenommen, dass andere Fraktionen sich nur zu viert trauen, gegen mich anzutreten“, sagte der 53-jährige Volljurist, der bei der letzten Wahl 60,7 Prozent der Stimmen erhielt.

Ich habe wahrgenommen, dass andere Fraktionen sich nur zu viert trauen, gegen mich anzutreten.

Dr. Olaf Gericke

Die beiden Parteivorsitzenden Reinhold Sendker (CDU) und Markus Diekhoff (FDP) betonten beim Pressetermin in Warendorf, dass es eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gericke gebe. Die Kreisvorstände beider Parteien hatten zuvor einstimmig für den „schwarz-gelben Landrat“ votiert.

„Olaf Gericke ist fachlich und menschlich über Parteigrenzen hinweg hoch angesehen. Der Kreis Warendorf hat einen erstklassigen Landrat“, sagte Sendker. Einig ist er sich mit Diekhoff. dass insbesondere der Schuldenabbau zu einer sehr kommunalfreundlichen Finanzpolitik geführt habe. Darüber hinaus habe der Landrat auf Zukunftsthemen gesetzt wie das „Digitale Bauamt“ oder den schnellen Glasfaserausbau. „Vielleicht waren wir nicht nur bei Förderzuschlag die ersten, sondern werden auch der erste Landkreis sein, der den flächendeckenden Glasfaserausbau auch umgesetzt hat“, so Sendker.

Die Themen „Solide Finanzpolitik“ und „Digitalisierung“ sind auch für die Liberalen zwei wichtige Punkte, um die hervorragende Zusammenarbeit mit Gericke fortzusetzen.

Gericke selbst betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden „so gut wie noch nie“ sei. Sowohl den Breitbandausbau als auch die Neuorganisation der Förderschulen hätten die Kommunen schließlich auch ohne den Kreis in eigenen Regie stemmen können. „Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Vertrauensverlust“, gab der Landrat zu bedenken. Deswegen komme es darauf an, „den Laden zusammenzuhalten“. Das sei eine große Aufgabe. Denn: „Das Bedürfnis nach Heimat und Sicherheit ist so groß wie nie.“

Er hoffe, so der Amtsinhaber, dass es gelinge, Unterstützer über Parteigrenzen einzubinden. „Das Ziel war nie, mit einer Mehrheit ins Rennen zu gehen und andere auszuschließen.“ Gut aufgestellt sei der Kreis in jedem Fall. Viele junge Familien zögen hierhin, weil es attraktive Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum und eine gute Kinderbetreuung gebe. Diese Komponenten seien, so betonten Sendker und Diekhoff, gute Gründe, um die erfolgreiche Arbeit mit Gericke fortzusetzen.

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