Untersuchungshaft
21-Jähriger in Bocholt vermutlich aus Eifersucht erstochen

Bocholt -

Bei einem Streit mit dem Ex-Mann seiner Freundin ist ein 21-jähriger Mann in Bocholt durch Messerstiche am Samstagabend tödlich verletzt worden. Ein Richter hat am Montag Untersuchungshaft gegen den 33-jährigen Beschuldigten angeordnet.

Sonntag, 09.02.2020, 14:53 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 15:53 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler

Die beiden Männer seien am Samstagabend «möglicherweise zunächst verbal» in Streit geraten, sagte der Leiter der durch die Polizei Münster eingerichteten Mordkommission, Joachim Poll, am Sonntag. Im Verlaufe des Streits habe einer von ihnen ein Messer gezückt und es sei zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der beide Verletzungen erlitten.

Eine durch die Staatsanwaltschaft Münster angeordnete Obduktion habe ergeben, dass der Körper des 21-Jährigen zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen aufweise. Todesursache sei demnach ein Verbluten gewesen.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der 21 Jahre alte Bocholter eine Beziehung zu der von dem 33-Jährigen getrennt lebenden Frau, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

«Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der 33-Jährige aus Eifersucht gehandelt haben könnte.» Die Ermittlungen dazu dauerten an. Der 33-Jährige wurde noch in der Nacht festgenommen. Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt erläuterte am Montag: "Die Staatsanwaltschaft Münster beantragte heute beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt. Bislang hat sich der Beschuldigte nicht zu den Tatvorwürfen eingelassen." 

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