Ernsting‘s family schließt am 28. März
Bücher Janning bleibt – vorerst

Altenberge -

Am 28. März schließt die Ernsting‘s-family-Filiale an der Kirchstraße. Seit März 1987 war das Unternehmen in Altenberge mit einem Geschäft vertreten. Die Buchhandlung Janning bleibt dagegen zumindest vorerst am bekannten Standort. „In diesem Jahr bleibt alles beim alten“, sagt Buchhändlerin Beate Janning.

Mittwoch, 12.02.2020, 20:06 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 16:08 Uhr
Am 28. März schließt die Ernsting´s-Family-Filiale an der Kirchstraße. Wie es langfristig mit der Buchhandlung Janning weitergeht, steht noch nicht fest. Foto: Martin Schildwächter

Es sind insbesondere drei Geschäfte, die im vorderen Bereich der Kirchstraße für Leben sorgen: Die Buchhandlung Janning und Ernsting‘s family auf der einen und „Martins Schreib & Spiel“ auf der anderen Seite. Doch das Trio wird es in dieser Zusammensetzung nicht mehr lange geben. Am 28. März (Samstag) schließt die Ernsting‘s-family-Filiale. „Das war natürlich ein Anker-Mieter“, bedauert Sebastian Nebel, in der Gemeinde unter anderem zuständig für den Bereich Wirtschaftsförderung“. Seit dem 5. März 1987 war das Unternehmen mit Sitz in Coesfeld an der Kirchstraße. Warum die Filiale in Altenberge schließt, dazu gab es auf Anfrage unserer Zeitung keine Antwort.

Seit 1987

Zwar nicht ganz so lange, aber immerhin seit 1998 befindet sich Bücher Janning gleich nebenan. „In diesem Jahr bleibt alles beim alten“, versichert Buchhändlerin Beate Janning. Aber: Irgendwann werde es voraussichtlich eine Veränderung geben. Spätestens dann, wenn die Gebäude, in dem sich Ernsting‘s family und Bücher Janning befinden, abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden soll. Ein entsprechender Bauantrag wird gerade überarbeitet.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles vollkommen offen.

Beate Janning

Wie es in der Übergangszeit und nach Fertigstellung des Neubaus für die Buchhandlung Janning weitergeht, „ist zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen offen“, sagt Beate Janning, die mittlerweile im „Stammhaus“ in Havixbeck arbeitet. Dort gibt es die Buchhandlung bereits seit 1984. Beate Janning habe noch „keinen Plan“ entwickelt, wie es in Altenberge künftig weitergeht. Es sei zwar vorübergehend ein Umzug in ein anderes Gebäude möglich, doch die bevorstehenden Umbauarbeiten im Zentrum bereiten der Buchhändlerin große Sorgen. „Rundum wird es Baustellen geben“, befürchtet Beate Janning.

Baustellen

Gerade ist sie noch mit der Auswertung der Bilanz für 2019 beschäftigt. Mit dem vorläufigen Ergebnis der Altenberger Filiale kann Beate Janning derzeit leben. „Es funktioniert“, so ihre Einschätzung der Lage des Buchgeschäftes.

Anders sehe es in Havixbeck aus. Janning: „Der Standort ist besser.“ Das liege unter anderem an der Anne-Frank-Gesamtschule, die für mehr Umsatz sorge.

Zum jetzigen Zeitpunkt eine verlässliche Aussage über die Zukunft des Standortes in Altenberge zu machen, sei nicht möglich, betont die Buchhändlerin. „Ich warte zudem jetzt erst einmal ab, wie sich der Weggang von Ernsting´s family entwickelt.“

Zurück zur Firmenzentrale nach Coesfeld. „Ich habe mehrmals mit Ernsting´s family gesprochen“, sagt Nebel. Das Problem: Das Ladenlokal sei schon seit Jahren „viel zu klein“. In Nordwalde sei das Unternehmen mit einer größeren und moderneren Filiale vertreten.

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