Brand in der klr-Ruine
Gefährlicher Einsatz für die Feuerwehr

Lengerich -

Erneut ist die Feuerwehr zu einem Brand in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen worden. Die starke Rauchentwicklung erschwerte den Einsatzkräften das Vorgehen und erhöhte für die die Gefahr, da im Gebäude ausgeräumte Fahrstuhlschächte vorhanden sind. Diese sind bei starker Rauchentwicklung kaum zu sehen.

Montag, 02.03.2020, 09:42 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 10:24 Uhr
In der Industrieruine auf dem klr-Gelände an der Schulstraße hat es am Sonntagabend zum inzwischen dritten Mal so stark gebrannt, dass die freiwillige Feuerwehr anrücken und tätig werden musste. Zwar konnten die Wehrleute den Brand schnell unter Kontrolle bringen, doch auch für sie birgt die große Ruine immense Gefahren. Foto: Jens Keblat

In der Industrieruine auf dem klr-Gelände an der Schulstraße hat es am Sonntagabend zum inzwischen dritten Mal so stark gebrannt, dass die Freiwillige Feuerwehr anrücken und tätig werden musste. Zwar konnten die Wehrleute den Brand schnell unter Kontrolle bringen, doch auch für sie birgt die große Ruine immense Gefahren.

Als die Freiwillige Feuerwehr um 20.06 Uhr zusammen mit dem Rettungsdienst und der Polizei zu dem alten klr-Areal an der Schulstraße gerufen wurde, war die Rauchentwicklung innerhalb des riesigen Gebäudekomplexes bereits immens, an mehreren Stellen drang dichter Rauch aus den teilweise zerstörten Fenstern und Türen.

Nicht der erste Brand

Innerhalb kurzer Zeit waren rund 35 Feuerwehrleute sowie weitere Einsatzkräfte ausgerückt, die Schulstraße wurde voll gesperrt, Schaulustige sammelten sich auf den gegenüberliegenden Plätzen. Wie Wehrführer und Einsatzleiter Thorsten Budzinski vor Ort erklärte, sei der Brand dieses Mal – bereits zwei weitere Male musste die Feuerwehr in dem Gebäude Brände bekämpfen – im Erdgeschoss ausgebrochen. Was genau in Brand geraten sei, ließ sich bereits kurz nach dem Eintreffen nicht mehr ergründen. Vermutlich undefinierbarer Unrat, den etwa Vandalen dort zurückgelassen haben könnten.

Zwei Trupps unter Atemschutz gingen mit zwei C-Rohren in das Gebäude und hatten den Brand schnell unter Kontrolle gebracht und die übrige Brandlast ins Freie befördert. Währenddessen beschäftigten sich weitere Kameraden mit der Erkundung des gesamten Areals. Zuletzt hatte es an gleich mehreren Stellen innerhalb des Gebäudes gebrannt, so Budzinski weiter.

Gefährlicher Einsatz für die Lengericher Feuerwehr

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  • Bereits zum dritten Mal wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen.

    Bereits zum dritten Mal wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen.

    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
  • Bereits zum dritten Mal wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen.

    Foto: Jens Keblat
  • Bereits zum dritten Mal wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen.

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  • Bereits zum dritten Mal wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in der klr-Ruine an der Schulstraße gerufen.

    Foto: Jens Keblat
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Gefährlicher Einsatz

Für ihn und seine ehrenamtlichen Kameraden sind die Einsätze auf dem klr-Gelände nicht nur ein Ärgernis weil unnötig, sondern regelrecht brandgefährlich: Für das Bewegen schwerer und sperriger Paletten habe es früher in der Druckerei Lastenaufzüge zwischen den einzelnen Stockwerken gegeben, nimmt Wehrführer Budzinski an. Mittlerweile seien diese jedoch entfernt worden. Die Folge: große klaffende Löcher in den Zwischendecken. Wer die übersieht, stürzt mehrere Meter tief.

Das Problem: In dem Moment, wo etwa Unrat oder eine größere Menge Papier in dem Gebäude brennt, kämpfen die Trupps unter Atemschutz meist gegen die so genannte Nullsicht an. Nicht nur bei Dunkelheit bedeutet das für die Feuerwehrleute, dass sie nur im Kriechgang langsam vorankommen. Ein unerwartetes metertiefes Loch könnte für sie samt ihrer schweren Ausrüstung im ungünstigsten Fall gravierende Folgen haben, sagt Budzinski, der sich zudem auch um die leicht überwindbaren Sicherungsmaßnahmen an dem Gebäude sorgt.

Während die Polizei jetzt ihre Ermittlungen zur Klärung der genauen Brandursache aufnimmt, können Thorsten Budzinski und seine Kameraden nur hoffen, dass künftig niemand mehr auf dem Areal sein Unwesen treibt und damit sich und Einsatzkräfte unnötigen Gefahren aussetzt.

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