Vorsichtsmaßnahmen gegen Coronavirus
Realschule in Senden geschlossen – Kabarettabend abgesagt

Senden -

Gemeinde Senden sowie diverse Vereine ergreifen Vorsichtsmaßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Deshalb wird die Geschwister-Scholl-Schule für 14 Tage geschlossen. Die für Freitag (6. März) vorgesehene Kabarettveranstaltung mit Chin Meyer ist abgesagt worden. Diverse Vereine und Gruppen lassen Trainingsbetrieb und Veranstaltungen ruhen.

Donnerstag, 05.03.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 18:21 Uhr
Die Realschule in Senden bleibt vorsorglich zwei Wochen lang geschlossen. Foto: Dietrich Harhues (Archiv)

Nach Rücksprache mit dem Krisenstab des Kreises Coesfeld hat sich die Gemeinde Senden entschlossen, die Geschwister-Scholl-Realschule für zwei Wochen zu schließen und die für Freitag (6. März) vorgesehene Kabarett-Veranstaltung mit Chin Meyer ausfallen zu lassen. „Es handelt sich um Vorsichtsmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, betonte Bürgermeister Sebastian Täger.

Die Realschule werde vorübergehend geschlossen, weil dort ein positiv getestetes Kind des erstinfizierten 49-Jährigen unterrichtet werde. „Es gibt jedoch weder positiv getesteten Mitschüler noch Verdachtsfälle“, betonte Täger den präventiven Charakter der Schließung. Auch die Marienschule in Münster werde vorsorglich für zwei Wochen geschlossen. Dort werde ein weiteres Kind des Erstinfizierten unterrichtet. Laut Empfehlung der Gesundheitsbehörde sollte auf Veranstaltungen, „die nicht unbedingt durchgeführt werden müssen, verzichtet werden“, begründete der Bürgermeister die Absage der Kabarettveranstaltung.

Sportvereine stellen Trainingsbetrieb ein

Ebenso wie die Gemeinde Senden haben auch diverse Vereine und Gruppen den Trainingsbetrieb beziehungsweise Veranstaltungen abgesagt – unter anderem der VfL Senden und Blau-Weiß Ottmarsbocholt.

„Bei normalen Erkältungserscheinungen sollten Betroffene am besten zuhause bleiben“, rät Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Coesfeld. „Eine Testung auf das Coronavirus ergibt auch nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, so der Mediziner. Für Personen mit Symptomen wie Fieber oder Atemnot gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. Für kleine Kinder und Schwangere besteht aus ärztlicher Sicht keine besondere Gefährdung, teilt der Kreis Coesfeld mit.

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