Seniorenzentrum St.-Magnus-Haus
Eine Bewohnerin positiv getestet

Everswinkel -

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, trotz frühzeitiger Schritte war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich das Virus doch irgendwie Zugang verschaffen würde. Das Seniorenheim St. Magnus-Haus ist nun ebenfalls von der COVID-19-Pandemie betroffen – zum Glück bislang nur minimal.

Dienstag, 07.04.2020, 07:30 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 07:36 Uhr
Das St.-Magnus-Haus ist schon frühzeitig für Besucher abgeriegelt worden. Der positive Corona-Test bei einer Bewohnerin hat nun weitere Maßnahmen im Haus ausgelöst. Foto: Klaus Meyer

Wie die St. Elisabeth-Stift gGmbH auf WN-Anfrage bestätigt, ist eine Bewohnerin des Hauses am vergangenen Donnerstag positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Bei ihr seien leichte Symptome festgestellt worden. „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut“, teil die Sprecherin der Elisabeth-Stift gGmbH mit. Die Seniorin sei bereits am Dienstag vorsorglich in ihrem Zimmer isoliert worden.

Abgesehen von den frühen vorbeugenden Maßnahmen habe das Haus auch jetzt schnell reagiert. So seien umgehend jene Personen mit einem Abstrich getestet worden, die mit der Frau engeren Kontakt gemäß der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) hatten. Das waren demnach neben sechs Mitbewohnern auch acht Mitarbeiter des Hauses. Die Testergebnisse seien in allen Fällen negativ gewesen. „Die Mitarbeiter befinden sich in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aktuell noch in häuslicher Quarantäne.“

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat in einem Fall auch das St. Magnus-Haus Everswinkel erreicht.

Sprecherin der St. Elisabeth-Stift gGmbH

Der Vorfall habe nun noch weitere Maßnahmen in dem Seniorenheim nach sich gezogen. Man habe die Angehörigen aller Bewohner telefonisch über die Lage in Kenntnis gesetzt, und auf der Basis der RKI-Vorgaben sowie „in enger Abstimmung mit den Behörden beim Kreis Warendorf“ seien auch jene Bewohner, die mit jener Frau in näherem Kontakt standen, in ihren Einzel-Appartement isoliert worden. Auf Anordnung der Gesundheitsbehörde darf das Seniorenzentrum zudem bis kommenden Sonntag keine neuen Bewohner aufnehmen.

Das St. Magnus-Haus hatte jüngst den Besucherstopp schon vor der landesweiten Anordnung umgesetzt. Damit war auch für die ehrenamtlichen Helfer ein Betreten des Hauses nicht mehr möglich. Ebenso sei frühzeitig die RKI-Empfehlung hinsichtlich des Tragens von Stoffmasken für die Mitarbeiter umgesetzt worden, um die Bewohner zu schützen. Nun sei die Trennung der Wohnbereiche noch durch kleine bauliche Maßnahmen ergänzt worden. „Bewohner und Mitarbeiter bleiben jeweils in ihrem Wohnbereich – eine Durchmischung findet nicht statt. Die Wegeführung ist eindeutiger geregelt.“ Vom Kreis habe es zu dem schon vorhandenen Schutzmaterial noch Schutzkittel, FFP2-Masken und Desinfektionsmittel gegeben.

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