Feiertags-Einkäufe in Corona-Zeiten
Die richtige Zeit ist der Trick

Schöppingen -

Mehr als 30 Schöppinger Betriebe haben ihr Serviceangebot erweitert und bieten einen Abhol- und Lieferdienst an. Die Bandbreite der Produkte, die bis an die Haustür kommen, reicht von Modepaketen für daheim über Blumen und Fahrräder bis hin zu Lebensmitteln.

Montag, 06.04.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 17:54 Uhr
Wer kann, sollte den Einkauf am Gründonnerstag und Karsamstag auf einen anderen Tag verlegen. Foto: dpa

Einen besonders großen Ansturm auf die lokalen Alternativen zu Amazon und Co. wird es an den Tagen rund um Ostern geben. Damit rechnet auch Martin Steiner vom gleichnamigen Edeka-Markt. Normalerweise verspricht er, dass Bestellungen, die bis 11 Uhr vormittags eingehen, noch am gleichen Tag ausgeliefert werden. Das könnte an Gründonnerstag und Karsamstag eng werden, deshalb empfiehlt Martin Steiner, Lieferwünsche für diese beiden Tage etwas früher zu äußern.

Wer selbst die Einkäufe fürs lange Feiertagswochenende tätigen will, kann sich mit einem einfachen Trick vor langen Schlangen und nerviger Warterei bewahren: der richtigen Zeit-Auswahl.

Wir wollen die Kunden damit nicht ärgern, sondern sorgen damit für ihre Sicherheit.

Martin Steiner

Am dichtesten ist das Gedränge in den Supermärkten erfahrungsgemäß am Donnerstag zwischen 10.30 und 13 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr. „Das sind die Kerneinkaufszeiten“, sagt Martin Steiner. Weil es bei ihm wie auch in allen anderen Märkten momentan strikte Vorschriften gibt, wie viele Kunden sich gleichzeitig in den Läden aufhalten dürfen, kann es dann zu Wartezeiten kommen. „Wir wollen die Kunden damit nicht ärgern, sondern sorgen damit für ihre Sicherheit“, erklärt Steiner. „Wir wollen ja, dass alle gesund aus der Sache rauskommen.“

Besser für einen Einkauf geeignet seien die Zeiten morgens vor 10 Uhr und mittags zwischen 13 und 15 Uhr. Dass es zu Engpässen in den Regalen kommt, befürchtet er nicht. „Es ist genug von allem da – selbst Hefe, Küchentücher und Klopapier“, spielt er auf die zeitweiligen Hamsterkauf-Favoriten an.

Dann muss ich eben mal die Dose Erbsen und Möhren von Müller statt von Meier nehmen.

Martin Steiner

Es könne allenfalls einmal vorkommen, dass bestimmte, besonders stark gefragte Marken ausverkauft sind. „Dann muss ich eben mal die Dose Erbsen und Möhren von Müller statt von Meier nehmen. Mit ein bisschen gutem Willen bekomme ich aber ganz sicher alles, was ich für die Feiertage benötige.“ Apropos Gemüse: Aus irgendeinem Grund seien Blumenkohl und Brokkoli derzeit etwas teurer als üblich.

Frisches Gemüse gibt es auch auf dem Hof Hillmann, der sich ebenfalls an der Schöppinger Lieferdienstaktion beteiligt. Dort wird allerdings nur an einem Tag der Woche geliefert – am Donnerstag. „So ein Tag hat eben nur 24 Stunden“, bedauert Johannes Hillmann, nicht mehr Zeit dafür aufwenden zu können.

Um den Besuch des Hofladens zu entzerren, wurden bereits die Öffnungszeiten auf den Donnerstag erweitert. „Das hat sich noch nicht so herumgesprochen, da ist das hier immer relativ entspannt“, empfiehlt Hillmann den Tag für den Einkauf auf dem Lande. Selbst am Karfreitag ist von 14.30 bis 19 Uhr geöffnet. „Und wenn man dann doch einmal warten muss, kann man sich ja unseren Hof oder die Streuobstwiese anschauen.“

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