Feuer am Kattenvenner Bahnhof
Spänelager brennt komplett aus

Lienen/Kattenvenne -

In der Bahnhofstraße im Ortskern von Kattenvenne hat am späten Montagabend eine große Menge gepresster Späne als Einstreu für Pferde gebrannt. Die freiwillige Feuerwehr war bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, auch die Bahnstrecke Münster-Osnabrück musste zeitweise komplett gesperrt werden.

Dienstag, 07.04.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 17:51 Uhr
Bis in die Morgenstunden dauerte der Einsatz auf den Gelände der Raiffeisen in Kattenvenne. Die Wehr war am Montagabend um 22.16 Uhr alarmiert worden. Da brannte das Lager schon in voller Ausdehnung. Foto: Jens Keblat

Um 22.16 Uhr war der Löschzug Kattenvenne zunächst wegen einer „unklaren Rauchentwicklung im Bereich des Bahnhofes“ alarmiert worden. Als die ersten Wehrleute das Gerätehaus ansteuerten war ihnen beim Anblick des Feuerscheins bereits klar, dass es sich um ein größeren Einsatz handeln würde. Deshalb wurden  bereits nach wenigen Minuten weitere Kräfte aus Lienen nachalarmiert wurden.

Und die wurden auch gebraucht. Denn in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof brannte auf dem Gelände der Raiffeisen ein Lager mit Spänen, das als Einstreu für Pferde gedacht war, in voller Ausdehnung. Der Standort und die Beschaffenheit der gepressten Späne bereiteten den Einsatzkräften Probleme. „Beim Löschen wirbeln wir die Späne auf, weil die  sehr klein sind. Auch dadurch hatten wir einen enormen Funkenflug“, schilderte Einsatzleiter Tom Pabst vor Ort.

Nächtlicher Einsatz am Kattenvenner Bahnhof

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  • In der Bahnhofstraße im Ortskern von Kattenvenne hat am späten Montagabend eine große Menge gepresster Späne als Einstreu für Pferde gebrannt.

    In der Bahnhofstraße im Ortskern von Kattenvenne hat am späten Montagabend eine große Menge gepresster Späne als Einstreu für Pferde gebrannt.

    Foto: Jens Keblat
  • In der Bahnhofstraße im Ortskern von Kattenvenne hat am späten Montagabend eine große Menge gepresster Späne als Einstreu für Pferde gebrannt.

    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
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    Foto: Jens Keblat
  • In der Bahnhofstraße im Ortskern von Kattenvenne hat am späten Montagabend eine große Menge gepresster Späne als Einstreu für Pferde gebrannt.

    Foto: Jens Keblat

Schon beim Eintreffen war der Wehr war der Funkenflug durch den Wind so enorm, dass zunächst eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut wurde und mit mehreren C-Rohren das gegenüberliegende Raiffeisen-Gebäude geschützt wurde. Weitere Probleme für die Feuerwehr: Bei ihrer Erkundung entdeckten die Einsatzkräfte direkt neben dem Spänelager Tanks mit Flüssigkunststoff. Und oberhalb  befand sich die Hochspannungsleitung der Bahnstrecke, weshalb sofort den Notfallmanager der Bahn hinzugerufen wurde. Der reagierte sofort: Da ein Spanndraht für die Oberleitungen der großen Hitze des Feuers ausgesetzt war, schaltete er die Bahnstrecke in beide Fahrtrichtungen im Bereich der Einsatzstelle stromlos, woraufhin der Bahnverkehr unterbrochen wurde.

Insgesamt 50 Feuerwehrleute waren bis in die frühen Morgenstunden damit beschäftigt, die Späne auseinanderzufahren und abzulöschen. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch ebenso unklar wie die Schadenshöhe.

Einige der Wehrleute, die keinen schweren Atemschutz trugen, benutzten Atemschutzmasken. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Tom Pabst abschließend erklärte: „Wir haben momentan keine Ausfälle in unserer Feuerwehr. Wir versuchen natürlich, genug Abstand zu halten und immer die Masken zu tragen, um mögliche Viren nicht weiterzutragen.“

Nach einem Brand auf dem Gelände des Raiffeisenmarktes in Kattenvenne hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit ist noch
unklar, wie es in einem Lager für Holzspäne zu dem Brand kommen konnte, berichtete die Polizei am Dienstagnachmittag. Eine Brandstiftung ist nicht auszuschließen. Das Feuer an der Bahnhofstraße war gegen 21.30 Uhr ausgebrochen. Nach ersten Angaben beträgt der Sachschaden
an den Holzspäne-Ballen zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Zudem sind Schäden an einem Zaun und einem Abdach entstanden. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Brand geben können, sich unter der Rufummer 05481/9337-4515 zu melden.

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