25 Jahre Malermeister in Hohenholte
Kreativität und Energie begleiten den Arbeitsalltag

Hohenholte -

Wenn die Malermeister Werner und Philipp Schudy von ihrer täglichen Arbeit erzählen, dann schwingen Euphorie und Energie mit. Seit 25 Jahren existiert das Familienunternehmen in Hohenholte.

Mittwoch, 06.05.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 17:24 Uhr
Vor 25 Jahren gründete Werner Schudy den Malerbetrieb in Hohenholte. Sohn Philipp (l.) ist in seine Fußstapfen getreten und verwirklicht seinen Traumberuf. Foto: Klaus de Carné

Die Freude an der Arbeit steht beiden Malermeistern ins Gesicht geschrieben. Wenn Werner und Philipp Schudy von ihrer täglichen Arbeit erzählen, dann schwingen Euphorie und Energie mit. Vor 25 Jahren machte sich Werner Schudy im Stiftsdorf selbstständig. Zuvor war er als leitender Angestellter in einem Unternehmen in Münster tätig. „Und dann dachte ich, eine Selbstständigkeit kann auch nicht schaden. Versuchen wir das Mal“, berichtet Werner Schudy. Das war am 1. April 1995. Zusammen mit seiner Frau Brigitte starte er das kleine Familienunternehmen.

Und es lief sofort gut. Aufträge aus allen Orten kamen schnell ins Haus. Oftmals aus Münster. Zwei Gesellen und ein Lehrling gehörten zur Dauer-Stammbesetzung. „Die Privathaushalte waren zunächst unser Schwerpunkt“, erzählt Werner Schudy. Vor 25 Jahren seien noch mehr Tapeten an die Wände geklebt worden als heute. Teppichböden waren gefragt. Große Aufträge kamen auch. Eines der ersten großen Bürohäuser im münsterischen Hafenviertel wurde von Werner Schudy verschönert und mit Teppichboden ausgelegt. Das sei ein gutes Stück Arbeit gewesen.

Glatte Wände lösten langsam Materialien wie Raufaser und Mustertapeten ab. Ähnlich bei den Böden. Laminat folgte auf Teppich. „Es setzt sich immer wieder der Zeitgeist durch und der Wandel ist auch bei uns beständig“, weiß Philipp Schudy zu berichten.

Er interessierte sich schon zu Kindertagen für Farben und Kreativität und probierte viel aus. Da das Stiftsdorf bekannt ist als Malerhochburg, erlernte er den Beruf mit allen Facetten im Betrieb Krawinkel. Quasi bei den Nachbarn, wo er als Kind immer schon anzutreffen war.

Schnell hatte er den Gesellenbrief in der Tasche. Mit großem Eifer setzte er sich daran, die Meisterausbildung zu absolvieren. Mit 21 Jahren gehörte er zu den Jüngsten in der Zunft. Schon 2008 übernahm er offiziell die Firma seines Vaters. Heute beschäftigt die Firma Schudy drei Gesellen und immer auch einen Auszubildenden. Wer sich interessiert, darf gerne den Chef ansprechen. Er erklärt, wie die Ausbildung sinnvoll läuft.

Ein Spezialgebiet von Philipp Schudy ist inzwischen der Außenanstrich von Wohn- und Geschäftshäusern. Die Raumgestaltung in allen Facetten gehört aber ebenso zu seinen Leidenschaften.

„Ich freue mich, wenn die Kunden mit unserer Arbeit zufrieden sind, das ist die größte Bestätigung“. Wann Werner Schudy in den Ruhestand tritt, steht noch nicht fest, aber so lange will er nicht mehr warten.

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