Besuchsregelung im Heinrich-Roleff-Haus
Familientreffen auf der Terrasse

Borghorst -

Clemens Schulze Beiering rechnet am Sonntag mit einem „gewissen Andrang“ im Heinrich-Roleff-Haus. Es ist ja schließlich Muttertag und die Landesregierung hat am Mittwoch angekündigt, dass Besuche in Seniorenheimen wieder stattfinden können. „Können sie auch, aber leider – von Ausnahmen abgesehen – immer noch nicht auf den Zimmern der Bewohner“, erläutert der Leiter der Caritas-Einrichtung.

Donnerstag, 07.05.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 15:40 Uhr
Auf der Terrasse des Heinrich-Roleff-Hauses können die Bewohner schon seit vier Wochen ihre Angehörigen treffen. Foto: Axel Roll

 

Darum ändert sich für die Roleff-Haus-Familie eigentlich gar nichts. Mit Genehmigung des Gesundheitsamtes können an der Rubensstraße nämlich schon seit gut vier Wochen die Senioren ihre Familien und Freunde draußen auf der Terrasse treffen. Und genauso wird es am Sonntag laufen. Allerdings: „Damit nicht alle Angehörigen gleichzeitig kommen, müssen sie sich vorher bei uns telefonisch anmelden“, so Schulze Beiering. Die Rufnummer: 0 25 52/9 36 90. Vor Ort sind dann wie gehabt Mindestabstand, Mundschutz und Handdesinfektion Pflicht. „Im Regelfall soll nur eine Person kommen, erlaubt sind ausnahmsweise zwei“, stellt der Heimleiter klar.

Für die kommenden Tage und Wochen richtet das Seniorenheim eine tägliche Besuchszeit von 15.30 bis 17.30 Uhr ein. „In dieser Zeit ist eine Mitarbeiterin anwesend und dafür zuständig, das alle Beteiligten sich an die Spielregeln halten“, betont Schulze Beiering.

Die Erfahrungen, die die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen mit den Besuchsregelungen gemacht haben, sind durchweg positiv. Die Gäste hätten sich durchweg einsichtig gezeigt. Und nur sehr wenige Bewohner würden unter den Einschränkungen leiden. Clemens Schulze Beiering stellt klar: „Wir begrüßen die Lockerungen der Landesregierung sehr, Besuche sind lebenswichtig.“

Obwohl: Die Coronakrise hat auch ein Gutes. „Unsere Hausbewohner waren noch nie so gesund wie im Augenblick“, erläutert Schulze Beiering. Norovirus, Grippe, Schnupfen – derzeit alles kein Thema. Was die Hausgemeinschaft trotz der Lockerungen aber auch vermisst, das sind die großen Feste, die sonst im Foyer gefeiert wurden. „80 Personen auf engstem Raum, das geht leider nicht“, bedauert der Leiter. „Karneval war die letzte große Party, die wir in diesem Jahr feiern konnten.“

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