Variantenuntersuchungen für vier Routen
Entscheidende Planungsphase für Velorouten beginnt

Münster -

Die Veloroute zwischen Münster und Telgte befindet sich bereits im Bau, 13 weitere Routen sollen in den kommenden Jahren folgen. Um einen möglichst idealen Streckenverlauf zu erarbeiten, setzt die Stadt Münster auf die Expertise der Bürger.

Donnerstag, 28.05.2020, 12:30 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 12:35 Uhr
Blick vom Bohlweg über den Ring auf die Ostmarkstraße: An der Nordseite (links) ist eine zweispurige Fahrradstraße geplant. Foto: Stadt Münster

In der Stadtregion Münster soll es künftig 14 Velorouten geben, die die Innenstadt Münsters mit den Außenstadtteilen und den angrenzenden Umlandgemeinden verbinden: komfortabel, durchgängig befahrbar, zügig und sicher. Gerade Alltagspendlern wird damit eine echte Alternative zum Auto geboten. 

Nachdem auf der Veloroute Münster - Telgte über Handorf bereits die ersten Bauarbeiten begonnen haben und hier in diesem Jahr sechs weitere Kilometer fahrradfreundlich ausgebaut werden, geht es nun auf vier weiteren Velorouten in die entscheidende Planungsphase mit grundlegenden Richtungsentscheidungen.

Interessierte können Ideen einbringen

Für die Routen nach Everswinkel, Altenberge, Ascheberg und Senden liegen detaillierte Variantenuntersuchungen vor, die als Grundlage für den künftigen Trassenverlauf dienen und auf der Homepage des Amtes für Mobilität und Tiefbau zur Verfügung stehen. Die Untersuchungsergebnisse können dort eingesehen und Ideen sowie Anregungen Interessierter in die Planung einfließen. Entsprechende Kontaktmöglichkeiten sind online aufgeführt. 

Ann-Kathrin Tassemeier, Projektkoordinatorin und zuständige Planerin im Amt für Mobilität und Tiefbau freut sich auf viele Hinweise aus der Bevölkerung: "Wir können von den Ortskenntnissen und täglichen Erfahrungen doch nur profitieren. Wenn wir Velorouten bauen wollen, die später auch tatsächlich von Alltagsradlern genutzt werden, ist eine Beteiligung der potentiellen Nutzer bei der Trassenfindung unerlässlich." Um sich einen genauen Eindruck der Örtlichkeiten und der jeweiligen Vor- oder Nachteile der Routenvarianten zu verschaffen, empfiehlt Tassemeier individuelle Befahrungen: "Für Rückfragen zum Routenverlauf, zu ersten Analyseergebnissen und Planungsideen stehen wir gerne zur Verfügung." 

Stadt setzt auf Expertise der Bürger

Ursprünglich sollten die Entscheidungsträger der politischen Gremien in Form von gemeinsamen Befahrungen der Trassenvarianten eingebunden werden. Über Anliegerversammlungen wollte die Stadt Münster sicherstellen, dass die Expertise der Bürger in die Planungsprozesse angemessen berücksichtigt wird. Wegen der Corona-Lage sind diese Formen der Beteiligung aktuell und auf absehbare Zeit nicht möglich.

Zur Veloroute Münster-Everswinkel sind Anregungen bis zum 15. Juni möglich. Für die Routen nach Altenberge, Ascheberg und Senden werden Eingaben bis zum 21. Juni berücksichtigt. Alle Informationen zu den Velorouten finden sich auf der Homepage des Amtes für Mobilität und Tiefbau: www.stadt-muenster.de/verkehrsplanung/mit-dem-rad/velorouten.html

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