„Greven an die Ems“ startet in eine besondere Saison
„Ein attraktives Szenario bieten“

Greven -

Die Beach-Saison, die diese Woche startet, wird eine besondere, vor allem wegen Corona. Dennoch soll es ein attraktives Angebot geben.

Mittwoch, 10.06.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 11:00 Uhr
Mit Verspätung startet Greven an die Ems 2020, da schmeckt der (alkoholfreie) Cocktail besonders gut (von links): Christian Schürhaus, Rainer Langkamp, Peter Hamelmann und Christian Tophoff. Foto: Oliver Hengst

Die 14. Saison wird eine wie keine zuvor. „Greven an die Ems“ findet in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen statt, was sich schon am späten Auftakttermin ablesen lässt. Und auch das Beach-Programm wird in diesem Jahr anders aussehen. Großveranstaltungen gibt es nicht. Das liegt vor allem an der Corona-Pandemie, aber auch an komplizierten genehmigungsrechtlichen Naturschutz-Fragen, die geklärt werden müssen.

Nun startet die Saison – mit der klaren Vorgabe, dass es schon wegen Corona nur Programmangebote auf kleiner Flamme geben soll. Und dennoch will Greven Marketing als Veranstalter „ein attraktives Szenario bieten“, wie dessen Geschäftsführer Peter Hamelmann sagt. Man wolle die zentrale Fläche als Freizeit- und Kulturraum erlebbar machen. Eine Fläche, die mit ihren Angeboten und dem besonderen Flair traditionell auch weit über Greven hinaus ausstrahlt.

Corona-verträgliche Veranstaltungen

Dass all dies stets im Einklang mit der Natur geschieht ist eigentlich nichts Neues, gleichwohl wird es in diesem Jahr angesichts drohender Konflikte besonders betont. „Natürlich wollen wir Greven an die Ems naturverträglich gestalten“, sagt Hamelmann. Und man sei selbstredend offen für den Dialog. „Wir suchen das Gespräch mit den Naturschützern.“ Zugleich hat sich die Lenkungsgruppe von „Greven an die Ems“ vorgenommen, die Besucher der Veranstaltungen und der Fläche erneut intensiv darüber zu informieren, welche Regeln gelten. Der nahe Uferbereich ist beispielsweise tabu, und vor allem das Betreten der Biederlack-Seite des Emsufers.

Trotz aller Besonderheiten wollen Greven Marketing und die Kooperationspartner den Kopf nicht in den Sand stecken. Erste Ideen für corona-verträgliche Veranstaltungen liegen bereits auf dem Tisch, wie Jan Policnik von Greven Marketing deutlich macht: Poetry-Slam, Singer-Songwriter-Konzerte und andere Lounge-Veranstaltungen mit begrenztem Publikum. Vier Bands – vier Stunden, Jazzfrühschoppen, das beliebte Lagerfeuersingen – es bleibt abzuwarten, welche Formate in diesem Jahr tatsächlich durchführbar sind. „Wir wollen auch etwas für Kinder machen“, sagt Policnik und nennt unter anderem Theater und Lesungen. „Das entwickelt sich jetzt“, betont Policnik.

Weil fast alles, was geplant war, abgesagt werden musste, und alles weitere noch recht offen ist, gibt es dieses Jahr keine Programmflyer. Stattdessen wird in der Tagespresse, auf www.greven-beach.de und auf Facebook über Events informiert.

Bis zu zehn Personen an den Tischen

„Die meisten Sponsoren sind uns treu“, freut sich Hamelmann. Auch die Stadt stärke der Aktion den Rücken – ablesbar auch daran, dass die TBG passend zum Pressetermin die Beachvolleyballfläche hergerichtet hatten. Auch die Kreissparkasse und die Westfälischen Nachrichten als Partner der ersten Stunde stehen der Aktion „Greven an die Ems“ gerade in dieser herausfordernden Saison treu zur Seite. Sparkassen-Vorstand Rainer Langkamp begründet das so: „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass es schön ist, in Greven zu leben, dass es hier am Beach spannende Angebote gibt. Weil wir am Ende alle davon profitieren.“ Die Attraktivität des Emsabschnittes sei durch die Renaturierung und die Skulpturen nochmals erhöht worden.

Was alles darin mündet, dass die Grevener die Ems für sich entdeckt haben, wie Hamelmann zufrieden feststellt. Das sei von Anfang an das Ziel der Aktion „Greven an die Ems“ gewesen.

Verlässlicher Anker am Beach ist und bleibt Strandwirt Christian „Tanki“ Schürhaus“, der für viele Besucher der Fläche – auch außerhalb von Veranstaltungen – oft erster Ansprechpartner ist. Er wird mit seinem Team heute an den Start gehen. „Ich kann das übliche Sortiment anbieten“, sagt er. An den Tischen (mit Abstand dazwischen) dürften sich Gruppen mit bis zu zehn Personen niederlassen – auch ohne Maske. Ganz ohne Regeln geht es aber natürlich nicht. Die wird Tanki per Aushang deutlich machen und natürlich auch persönlich erklären.

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