„Nu män tou!“ übergibt Spende an die Familienstiftung
Über 1500 Masken genäht

Ladbergen -

Die Aktion „Mund-Nase-Masken von Ladbergern für Ladberger“ ist zu einem Erfolgsmodell geworden. Die Marketing-Initiative „Nu män tou!“ und die Landfrauen hatten sie ins Leben gerufen und fast 50 Bürger wurden daraufhin aktiv. Nachdem das Seniorenheim, die Grundschule und die Kitas versorgt waren, wurden die Masken im Dorfladen gegen eine Spende für die Familienstiftung angeboten. Jetzt wurde den Vertretern der Stiftung eine Spende von über 1000 Euro überreicht.

Montag, 06.07.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 16:36 Uhr
Mitglieder von „Nu män tou!“ übergaben jetzt über 1000 Euro an Vertreter der Familienstiftung Foto: Nu män tou

Jetzt wurde den Vertretern der Stiftung eine Spende von über 1000 Euro überreicht. Sie betonten, dass sie das Geld verantwortungsbewusst einsetzen werden und haben sich dafür zwei Aktionen ausgeguckt: Die Grundschule möchte nach dem Schulbeginn in Eigenverantwortung ein „grünes Klassenzimmer“ einrichten, einen kleinen Schulgarten, in dem die Kinder Kräuter und Gemüse anpflanzen dürfen und von der Pflanzung bis zur Ernte die Entwicklung beobachten können. Dadurch soll ein Gefühl vermittelt werden, wie wertvoll Lebensmittel sind.

Die Kindergärten dürfen sich auf einen Bollerwagen als Kindertransporter freuen. Immer, wenn von den Einrichtungen kleine Ausflüge unternommen werden, wird er zum Einsatz kommen. Der Bollerwagen kann von allen Einrichtungen beim DRK-Kindergarten „Die kleinen Strolche“ ausgeliehen werden.

Um das Geld zusammenzubekommen, war im Vorfeld viel geleistet worden: Die zahlreichen Stoffspenden mussten zugeschnitten werden. Aus den Zuschnitten wurden die Masken genäht, die dann gewaschen und gebügelt wurden. Schließlich wurden die fertigen Masken vom eigens organisierten Fahrdienst eingesammelt und anschließend zu den Menschen gebracht, die sie dringend benötigten. Ingo Kielmann von „Nu män tou!“: „Zu Beginn der Corona-Pandemie waren die Masken ja noch Mangelware und deshalb heiß begehrt.“

Insgesamt wurden rund 1500 Masken von Ladbergern für Ladberger gefertigt, wobei die Masken für die Kindergärten und die Grundschule in dieser Zahl nicht enthalte sind. „Gemeinsam konnten wir so die erste Grundversorgung in Ladbergen mit Masken sicherstellen, als von einer Maskenpflicht noch nicht die Rede war“, betont Kielmann.

Sobald es wieder möglich ist, ohne Masken zusammenzukommen, wollen die Verantwortlichen alle Helfer einladen, um mit ihnen gemeinsam auf der Terrasse des Dorfladens zu feiern. Kielmann: „Mal schauen, wann das möglich sein wird. Gehen wir mal davon aus, dass wir von der zweiten Corona-Welle verschont bleiben.“

Nachrichten-Ticker