"NaturZoo" Rheine
Zebra bricht aus Gehege aus

Rheine -

Doppelte Aufregung im "NaturZoo" in Rheine: Zunächst herrschte große Freude über die Geburt eines Zebra-Fohlens - danach jedoch sorgte der junge Vater für Dramatik. Aufgeschreckt büxte der Hengst aus dem Zebra-Gehege aus.

Donnerstag, 09.07.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 18:34 Uhr
Auf einem Spielplatz auf dem Zoo-Gelände konnte das Zebra mit einem Narkosepfeil betäubt werden und danach wieder in sein Gehege gebracht werden. Foto: "NaturZoo" Rheine

Glücks- und Schreckmomente durchlebten innerhalb kurzer Zeit die Mitarbeiter des "NaturZoos" Rheine: Am Montagmorgen freuten sich die Tierpfleger beim Dienstantritt über die nächtliche Geburt eines Zebra-Fohlens, das erst wenige Stunden alt und doch schon sehr sicher auf seinen Beinen stand.

Stute „Jule“ ist eine erfahrene Mutter, die sich souverän um ihren Nachwuchs kümmert – und ihn auch vor Blicken der Tierpfleger so weit abschirmt, dass die Geschlechtsfeststellung noch nicht hundertprozentig gemacht werden konnte. "Aber zu 99 Prozent handelt es sich um einen kleinen Hengst", schreibt der "NaturZoo" in einer Pressemitteilung.

Nach diesem schönen Ereignis kam es aber am Dienstag zu einem Zwischenfall, der für Aufregung sorgte: Zebra-Hengst „Frank“, der Vater des Fohlens, muss sich unmittelbar nach dem morgendlichen Herauslassen aus dem Stall sehr erschrocken haben - wahrscheinlich durch den Einsatz des Hubsteigers in der unmittelbaren Nähe des Geheges, mit dem jeden Morgen Eichenprozessionsspinner-Nester entfernt werden. Er trabte panikartig durch das Gehege und rannte dann gegen das Tor der Umzäunung, das sich durch die Krafteinwirkung öffnete. Der Hengst gelangte so auf die Besucherwege, wo er weiterlief.

Zebra-Hengst wurde mit Narkosepfeil betäubt

Der Vorfall, der noch vor der Öffnung des Zoos für die Besucher erfolgte, war durch Zoomitarbeiter beobachtet worden. Der Alarmplan setzte unmittelbar ein, und die Außentore des Zoos wurden sofort geschlossen.

Erst auf dem Spielplatz kam das Zebra etwas zur Ruhe, sodass es mit einem Narkosepfeil betäubt werden konnte. Mit einem Radlader wurde es in sein Gehege zurückgefahren. Im Stall erholte sich das Zebra schnell wieder von dem Schreck - nur ein paar Schrammen zeugen von dem ungeplanten Ausflug, berichtet der Zoo.

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