Hoher Sachschaden und Asbestgefahr an der Ostenmauer
Wohnanhänger und Pkw brannten

Ahlen -

Flammen und Rauch an der Ostenmauer: Ein größerer Wohnanhänger und ein Pkw brannten in der Nacht zu Samstag. Wegen Asbestgefahr wurde nach den Löscharbeiten eine Spezialfirma angefordert.

Samstag, 08.08.2020, 11:41 Uhr aktualisiert: 08.08.2020, 14:17 Uhr
Einsatz im hinteren Bereich des „Kodi“-Markts: Ein Wohnanhänger und ein weißer BMW standen in der Nacht zu Samstag an der Ostenmauer in Flammen. Was genau den Brand ausgelöst hat, soll nun die Kriminalpolizei ermitteln. Die Straße blieb über mehrere Stunden gesperrt und wurde erst am Mittag darauf wieder freigegeben. Foto: Feuerwehr (2) / Christian Wolff

Wurde beim Bau des heutigen „Kodi“-Markts vor gut 55 Jahren Asbest verwendet? Nicht ausgeschlossen. Und so machten sich nach einem Brand im rückwärtigen Bereich des Geschäfts in der Nacht zu Samstag Fachleute der Umwelttechnik-Firma Hülsmann in Schutzanzügen an der Ostenmauer ans Werk.

Wehr wurde gegen 5 Uhr alarmiert

Was war geschehen? Gegen 5 Uhr wurde die Ahlener Feuerwehr alarmiert, weil unter dem Betondach im rückwärtigen Bereich des „Kodi“-Markts Flammen sichtbar waren und Rauch aufstieg. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Gebäudebrand handelte. Noch gut eine Stunde zuvor war der Mitarbeiter einer Bäckereifiliale, die sich im selben Gebäude zur Fußgängerzone hin befindet, durch die Remise gegangen und hatte nichts Auffälliges bemerkt. Ihm gehörte auch der weiße BMW.

Die ersten Einsatzkräfte stellten schließlich fest, dass unter der frei zugänglichen Remise ein weißer Pkw der Marke BMW und ein größerer Wohnanhänger in voller Ausdehnung brannten.

Es wurden insgesamt drei Rohre mit Spezialschaum („Cafs“) zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die angrenzenden Ladenlokale wurden durch eine Riegelstellung gesichert und im Anschluss entraucht. An einem Nachbargebäude entstand dennoch Sachschaden, meldete die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.

35 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr Ahlen war mit ca. 35 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten waren gegen 7.30 Uhr beendet. Angaben zur Brandursache und der Schadenshöhe sind zurzeit nicht möglich; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Direkt nach Abrücken der Feuerwehr übernahm die Fachfirma Hülsmann die Einsatzstelle. Da mehrere größere Fahrzeuge, unter anderem ein Kran und ein Lastenanhänger, um den Markt platziert werden mussten, wurde die Ostenmauer zwischen König- und Oststraße über mehrere Stunden komplett gesperrt. Zahlreiche Passanten sammelten sich im Laufe der Zeit an den Absperrungen.

Es stellte sich heraus, dass in der Dachkonstruktion seinerzeit tatsächlich Asbest verwendet worden ist. Die Mitarbeiter entfernten die kontaminierte Verblendung, verpackten den Sondermüll in speziellen Säcken und transportierten ihn ab. Auch das Straßenpflaster, auf das während des Brandes Teile der Baustoffe geflogen waren, wurde gereinigt. Den etwa eineinhalb Meter hohen, jetzt offenen Zwischenraum zwischen Betondecke und Flachdach deckten sie mit einer Plane ab.

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