Palmengarten unter Havixbecker Sonne
Bananenbäume als perfekte Schattenspender

Havixbeck -

Der Havixbecker Rudi Feldbrügge hat einen grünen Daumen. Das kann jeder sehen, der einmal einen Blick in den Garten werfen darf. In seinem kleinen Paradies, das er mit seiner Frau Heike hegt und pflegt, wachsen nämlich viele Palmen.

Montag, 10.08.2020, 07:34 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 18:42 Uhr
Palmen gedeihen im Garten der Familie Feldbrügge perfekt. Foto: Marion Fenner

Wenn Heike und Rudi Feldbrügge in diesen Zeiten in ihren Garten gehen, beginnt der Urlaub unter Palmen. Große Bananenbäume und viele andere Palmen wachsen dort rund um den Pool.

„Mein Mann hat einen grünen Daumen und eine große Leidenschaft für Palmen“, sagt Heike Feldbrügge. Mit einer geschenkten Palme vor etwa zehn Jahren fing alles an. Rudi Feldbrügge pflanzte das Exemplar in den Garten – und es gedieh prächtig. Bei der einen Palme ist es nicht geblieben, viele weitere kamen hinzu und fühlen sich in dem Garten ganz offensichtlich richtig wohl.

Die Pflanzen stehen nicht im Kübel, sondern sind direkt in den Garten eingepflanzt. „Besondere Erde haben wir nicht verwendet, das ist echter Havixbecker Boden“, versichert Heike Feldbrügge. Ab und an werde gedüngt. Auch dabei setzt der Gartenliebhaber nicht auf geheimnisvolle Zutaten, sondern nutzt einfach Blaukorn. Dazu gibt es regelmäßig viel Wasser.

Die exotische Vielfalt wird ergänzt durch Elefantenohren, eine Pflanze mit riesengroßen Blättern, und zwei Feigenbäume. Haupthingucker sind aber die großen Bananenblätter, die vom Wind schon etwas fransig geworden sind. Unter den Palmen hat Rudi Feldbrügge eine kleine Strandbar gebaut – „das ist unsere Lieblingsecke“, sagt Heike Feldbrügge.

Die Bananen tragen auch Früchte, über die sich die sich das Paar jedoch nicht sonderlich freut. Denn zum einen werden die Bananen in hiesigen Regionen nicht reif und zum anderen stirbt die Pflanze nach der Blüte ab. Allerdings nicht, ohne zuvor kleine Ableger gebildet zu haben, die dann wieder zu prachtvollen Palmen heranwachsen.

So schön die Zeit in den Sommermonaten ist – sie endet irgendwann. Und dann kommt die Arbeit. Denn die Palmen müssen für den Winter vorbereitet werden. „Das ist ein immenser Aufwand“, erklärt Heike Feldbrügge. Ihr Mann kappe die Bäume auf etwa 1,50 Metern Länge. „Die Blätter haben wir schon einmal zum münsterischen Zoo gebracht, weil wir gehört haben, dass Elefanten diese gerne mögen.“

Nachdem die Blätter entfernt sind, geht es ans Einpacken. Paletten werden um die Bäume gestellt und diese mit Laub gefüllt. „Tonnenweise kippen wir dort Blätter hinein“, berichtet Heike Feldbrügge mit einem Augenzwinkern. Anschließend werde alles gut mit Styropor verpackt. „Das lagert bei uns im Sommer im Keller.“ Im Winter blicken die Feldbrügges also nur auf Styroporkisten im Garten. Dafür dürfen einige Kübelpflanzen ins Wohnzimmer umziehen. „Dort wird es mittlerweile auch recht eng“, sagt die Gartenliebhaberin, aber irgendwie gehöre das Grün ja zur Familie.

Im Frühjahr geht es ans Auspacken. „Das ist fast noch schlimmer, als das Einpacken“, verrät Heike Feldbrügge. „Styropor und Paletten werden entfernt und das ­ matschige Laub, in dem sich auch schon einmal ein Mäuschen eingenistet hat, muss wieder raus aus dem Garten.“ Doch die Palmen danken diese aufwendige Pflege. Schnell sprießt wieder das erste Grün und dann beginnt der nächste wundervolle Sommer unter Palmen in den Baumbergen aufs Neue.

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