Corona-Konzept für den „Freizeitpark Ahlen“
Bis zu 1000 Gäste gleichzeitig auf dem Kirmesplatz

Ahlen -

Kirmes – das heißt in diesem Herbst: „Freizeitpark Ahlen.“ Die Zahl der Schausteller ist reduziert, die Zahl der Aktionstage verdoppelt. Drum herum ein Zaun, durch den es nur mit einem Euro Eintrittsgeld geht. So will es das Corona-Konzept.

Mittwoch, 26.08.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 08:54 Uhr
So geht‘s nicht: Mit Corona-Konzept wird aus der Ahlener Herbstkirmes der „Freizeitpark Ahlen“. Foto: Ulrich Gösmann

Die Kirmes meldet sich im Herbst zurück. Mit Corona-Konzept unter neuem Namen: „Freizeitpark Ahlen.“ Gewöhnungsbedürftig auch das, was sein muss, damit es vom 2. bis zum 11. Oktober auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz überhaupt rund gehen kann. Gabriele Hoffmann, Leiterin der städtischen Rechts- und Ordnungsabteilung, stimmte im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen mit geänderter Satzung auf einen Kirmesspaß ein, der diesmal hinter Zäunen und Mundschutz läuft. Welche Superlative am Start sind – in Coronazeiten zweitrangig.

Dortmund zeigt, wie es auch in Ahlen funktionieren soll: Gabriele Hoffmann berichtete von Gesprächen mit Schaustellern, die auch nach Ahlen kommen und in der Westfalenmetropole gute Erfahrungen mit einem Freizeitpark gemacht hätten. Der sei nichts Anderes als eine abgespeckte Kirmes, die auf Abstand, Hygienekonzept und Besuchersteuerung über Ein- und Ausgänge setze.

Ich hoffe, dass 1000 Leute gleichzeitig auf dem Gelände sein dürfen.

Gabriele Hoffmann

Drehen sich die Karussells sonst fünf Tage auf dem Rosenbaum-Platz, sind es diesmal zehn. „Ich hoffe, dass 1000 Leute gleichzeitig auf dem Gelände sein dürfen“, wurde Hoffmann konkret. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von 10 700 Euro für Einzäunung, Brandschutz- und Hygienekonzept – das Sicherheitspersonal noch nicht eingerechnet – sollen zu einem Großteil durch den Eintritt in Höhe von einem Euro eingespielt werden. Schausteller sind mit einer Tagespauschale von vier Prozent der Gesamtgebühr für die ersten fünf Tage dabei. Vielleicht würden es auch fünf Prozent, so Hoffmann. Zu berücksichtigen sei, dass sich durch reduzierten Publikumsverkehr auch die Einnahmen verringerten. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir kostenneutral fahren“, so Hoffmann.

Ich hätte ein besseres Gefühl, wenn der Mundschutz generell getragen würde..

Erhard Richard

Erhard Richard (CDU) knüpfte seine Erwartung an den „Freizeitpark Ahlen“, so viel Normalität wie möglich zu schaffen. Die Aufteilung des Geländes in Teilflächen mit ausreichenden Wartebereichen, in denen sich nur eine begrenzte Anzahl an Gästen aufhalten dürfen, drängte ihn nach der Frage: „Wer kontrolliert das?“ Ebenso der Satzungspassus: „Wenn die Einhaltung des Mindestabstandes nicht möglich ist, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorzuschreiben.“ Richard: „Ich hätte ein besseres Gefühl, wenn der Mundschutz generell getragen würde.“

Um 22 Uhr ist allabendlich Schluss

Gabriele Hoffmann kündigte Konkreteres für die Sitzung des Hauptausschusses an. Klar sei schon jetzt, dass es zu den klassischen Laufgeschäften strengere Zugangsregeln geben werde. Die Gastronomie werde mehr mit Pavillons statt mit Imbissbuden arbeiten. „Das verhindert, dass sieben Leute eng nebeneinander stehen.“

Blick noch zur Uhr: Um 22 Uhr soll allabendlich Schluss sein. Der Ausschuss stimmte der Satzungsänderung einstimmig zu.

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