Trotz Ende der Maskenpflicht
Schulen halten teilweise an Masken im Unterricht fest

Münsterland -

Viele Schulen trauen dem Braten nicht. Auch wenn das Land die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben hat, halten viele an ihr fest. Ein Blick ins Münsterland.

Dienstag, 01.09.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 17:17 Uhr
Eine Schülerin in Münster hebt ihre Maske an, um etwas trinken zu können. Foto: dpa

In Rheine begründen Schulen das Festhalten an der Maske mit Positivfällen am Gymnasium Dionysianum und an der Elsa-Brändström-Realschule. Am Sonntag stellte sich heraus, dass auch eine Lehrerin des Kopernikusgymnasiums positiv getestet worden war. Dionysianum-Schulleiter Oliver Meer hat sich „mit Blick auf meine Fürsorgepflicht entschieden, dass die Maskenpflicht im Unterricht am Platz bis zur ersten Schulkonferenz am 21. September beibehalten wird.“

Zwei Schulen in Telgte gehen auf Nummer sicher

Am Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium haben Lehrer, Eltern und Kinder für die Maske gestimmt. Der Tenor sei laut Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zur­hove gewesen: „Wir fühlen uns noch ein bisschen wohler, wenn wir die Masken tragen.“ Alle Schüler hätten sich nach einem Bericht ihrer Kollegen am Dienstagmorgen ohne Diskussionen daran gehalten. Auch an der Telgter Sekundarschule an der Marienlinde gibt es die Empfehlung, die Masken weiter zu tragen. Damit solle „für die Sicherheit aller“ gesorgt werden.

Erleichterung und Unbehagen in Münster 

Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule in Münster verzichtet dagegen auf die Masken – mit einer Mischung aus Erleichterung und Unbehagen. Grundsätzlich sind alle froh, die Maske im Unterricht los zu sein, denn „nach dem Mittagessen hat die Konzentration immer stark nachgelassen“, wie Achtklässlerin Marlene Gaux erzählt. Aber fast alle Schüler haben auch berichtet, dass sie nun Angst haben, die Pandemie weiter zu beschleunigen.

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