Wohnungsbau am Arnoldinum
GAL fordert Stopp der Pläne

Burgsteinfurt -

Die Bebauung des Sportplatzes am Gymnasium Arnoldinum ist derzeit Dauerbrenner am Infostand auf dem Markt in Burgsteinfurt, schreibt die GAL in einer Presseinformation und kritisiert: „Auf Antrag der SPD-Fraktion soll dieser der Wohnbebauung zugeführt werden. Damit werden wieder einmal Freiräume, die für Jugendliche beziehungsweise Schülern vorbehalten sind, veräußert.“ Die Grünen fordern dazu auf, die Pläne zu stoppen.

Sonntag, 06.09.2020, 13:50 Uhr
So sieht der Plan aus,

Die Bebauung des Sportplatzes am Gymnasium Arnoldinum ist derzeit Dauerbrenner am Infostand auf dem Markt in Burgsteinfurt, schreibt die GAL in einer Presseinformation und kritisiert: „Auf Antrag der SPD-Fraktion soll dieser der Wohnbebauung zugeführt werden. Damit werden wieder einmal Freiräume, die für Jugendliche beziehungsweise Schülern vorbehalten sind, veräußert. Als Ersatz sollen zwei Minispielfelder auf der Grünfläche der Schule sowie ein Parkplatz für Veranstaltungen entstehen.“

Eltern- und Schulvertretung seien mit der Sanierung, möglicherweise auch mit dem Versprechen eines Neubaus der Turnhalle geködert worden, lautet der Vorwurf der GAL. Aus ihrer Sicht hätte schon längst gehandelt werden müssen. Schließlich sei die Stadt verpflichtet, ausreichende und funktionstüchtige Sportanlagen bereitzustellen.

Auch der Sportentwicklungsplan zeige nach Auffassung der Liste deutlich, dass in dem Bereich Defizite bestehen. Als „absolut inakzeptabel“ und „zu kurz gedacht“ bezeichnet die GAL das Vorgehen der politischen Mehrheit. „Gerade jetzt, wo digitale Medien einen immer größeren Raum in der Schule und im Alltag der Jugendlichen einnehmen, ist es umso wichtiger, ihnen entsprechende Freiräume und Bewegungsmöglichkeiten zu bieten. Der asphaltierte Schulhof zwischen den Schulgebäuden ist nicht geeignet, diese Aufgabe zu erfüllen“, schreibt die GAL

Ihr Schulexperte Martin Theile sieht die Planungen skeptisch: „Rein formell gesehen, mag die Größe der geplanten Anlagen auf Basis der aktuellen Schülerzahlen hinreichend sein. Ob sie zukünftig für ein Sportabitur ausreicht, ist unbeantwortet. Auch die Schülerzahlen unterlagen in der Vergangenheit immer Schwankungen. Dies wird auch zukünftig so sein, besonders wenn Steinfurt als selbst ernannte Schulstadt weiterhin mit den Umlandkommunen konkurrieren will.“

„Wir wollen nicht den langsamen Tod des Arnoldinums. Es ist eine der wenigen Schulen in Steinfurt, die räumliches Entwicklungspotenzial hat. Möglicherweise wird irgendwann wieder mit Containern auf dem dann verbliebenen Schulhof operiert werden müssen“, befürchtet Corinna Niehus. Die GAL sei die einzige Partei, die eine Bebauung des Sportplatzes am Arnoldinum ablehnt hat. „Werden wir demnächst Schulhöfe verkaufen, um Schultoiletten zu sanieren?“, fragt Dirk Haugwitz abschließend.

Nachrichten-Ticker