Stimmauszählung erfolgt vor begrenztem Publikum
Livestream statt Wahlparty

Drensteinfurt -

Der Countdown läuft: Nur noch wenige Tage, der wird sich auch in Drensteinfurt entscheiden, wer die Stadt in den kommenden Jahren regieren wird. Anders als bei sonstigen Wahlabenden wird es aber coronabedingt keine große Wahlparty, sondern einen Livestream geben.

Montag, 07.09.2020, 19:40 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 19:58 Uhr
Dichtes Gedrängel - wie hier kurz vor der Bekanntgabe des Endergebnisses der Bürgermeisterwahl im Jahr 2014 -wird es dieses Mal nicht geben. Foto: Dietmar Jeschke

Nur noch sechs Tage, dann steht fest, wer Drensteinfurt in den kommenden Jahren regiert. Am Sonntag sind rund 12 000 Wahlberechtigte aufgerufen, sowohl über die Zusammensetzung des Stadtrates als auch über die Besetzung des Bürgermeisterbüros abzustimmen. 4000 von ihnen haben es übrigens bereits getan – per Briefwahl. „So viele waren es in den vergangenen Jahren noch nie“, berichtet Alessa Dohm, persönliche Referentin von Bürgermeister Carsten Grawunder. Die Wahlhelfer werden also wohl auch nach der Schließung der Wahllokale alle Hände voll zu tun haben, um die zahlreichen Zettel auszuwerten – die für die Besetzung des Landratspostens und die Zusammensetzung des Kreistages kommen noch hinzu. Zentral zusammenlaufen werden die Daten auch dieses Mal im Forum der Teamschule. Das allerdings anders als sonst.

„Uns war durchaus klar, dass es eine Wahlparty mit 200 oder 300 Gästen nicht geht“, erklärt der städtische Rechtsrat und Wahlleiter Jan Schwering mit Blick auf die Corona-Situation. Dennoch: Ganz ohne Publikum – das sei auch die Meinung der Fraktionen beim jüngsten „Jourfix“ mit dem Bürgermeister gewesen – soll der Wahlabend dann doch nicht über die Bühne gehen. Und so hat die Verwaltung – nach Studium der aktuellen Coronarichtlinien – nun ein Alternativprogramm organisiert. Und das sowohl im realen, als auch im virtuellen Raum.

So wird am Sonntag zum einen im Forum der Teamschule eine zentrale Bekanntgabe der Wahlkreisergebnisse erfolgen – allerdings nur vor einem eingeschränkten Publikum. Konkret: 70 Personen dürfen gemäß der Abstandsregeln an der Veranstaltung teilnehmen.

Organisiert wird die Präsentation ähnlich wie der „Politik-Talk“ der IG Werbung im August. Das heißt, Wahlleiter Jan Schwering wird auf der Bühne die einzelnen Ergebnisse präsentieren, die das Publikum auf fein säuberlich im Abstand positionierten Stühlen verfolgen darf. Auf dem Weg zu den Sitzgelegenheiten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, der am Platz abgelegt werden darf.

Pro Ratsfraktion dürfen fünf Personen live dabei sein. Weitere Plätze sind für Bürgermeister Carsten Grawunder und Herausforderin Heidi Pechmann samt ihrer jeweiligen Familien reserviert. Für die Bürger bleiben damit 35 freie Plätze. Wer das Ganze ebenfalls live verfolgen möchte, der kann sich bis Donnerstag über die Internetseite der Stadt oder bei Alessa Dohm in der Stadtverwaltung melden. Bei mehr Interessenten als Plätzen werden letztere verlost.

Wer keinen Stuhl bekommt, muss darüber aber nicht unbedingt traurig sein. Denn das ganze Event wird – genau wie der Potitik-Talk der IGW und vom selben Medienteam – per Livestream im Internet übertragen. Der Link dazu ist gleichfalls auf der Homepage der Stadtverwaltung zu finden. „Ich glaube, mit dieser Zweiteilung sind wir schon ganz fortschrittlich unterwegs“, ist Jan Schwering überzeugt.

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