Antrag der UWG / Auch Pro Bürgerschaft moniert spezielles Abfall-Problem
250 Euro Belohnung für Hinweise auf Müllsünder?

Gronau -

Die Vermüllung der Containerstandorte ist nach wie vor ein großes Ärgernis. Auf Antrag der UWG-Fraktion beschäftigt sich der Rat am Mittwoch (7. Oktober) mit dem Thema.

Freitag, 02.10.2020, 09:56 Uhr
Derartige Anblicke sind in Gronau leider keine Seltenheit.

Die illegale Müllentsorgung im Stadtgebiet habe in den vergangenen Monaten und Wochen zugenommen, konstatiert die UWG. Besonders schlimm sei es an den Standorten für Altglas und -papier, wobei sie die Situation an der Sudeten- und der Herzogstraße, am Schlossplatz und der Laubstiege besonders problematisch nennt. Die Verwaltung sollte Sofortmaßnahmen in die Wege leiten, so die UWG.

Dazu gehöre, den Standort an der Sudetenstraße zu verlagern. „Wir könnten uns eine Fläche in der Nähe des Lidl und Edeka-Marktes vorstellen, damit die Einsehbarkeit des Containerstandorts erhöht wird“, heißt es in dem Antrag. Der Bürgermeister solle entsprechende Gespräche mit den Eigentümern führen.

Das Ordnungsamt soll die vier Standorte intensiv beobachten und kontrollieren mit dem Ziel, die Bußgeldeinnahmen deutlich zu steigern. Außerdem solle für Hinweise, die zur Überführung von Müllsündern führen, eine Belohnung von 250 Euro ausgelobt werden.

Sperrgutabfuhr Ende Oktober?

Dass die Sperrgutabfuhr in diesem Jahr wegen Corona vorgezogen wurde, sei ein richtiger Schritt gewesen. Allerdings reiche in diesem Jahr ein Termin offenbar nicht aus. Darum sollte eine zusätzliche Sperrgutabfuhr Ende Oktober erfolgen.

Bis Ende des Jahres, so die UWG weiter, solle die Chance die Reinigungsintervalle erhöhen und die Ergebnisse sowie den zusätzlichen Arbeitseinsatz dokumentieren, damit der Rat für den kommenden Haushalt gegebenenfalls die Ansätze anheben kann.

Langfristig werde gegen die Müllprobleme nur ein Umdenken der Bürger selbst Abhilfe schaffen können. Darum sollte die Verwaltung mit den Nachbarschaften im Umfeld der Standorte Gespräche führen, um zu eruieren, ob Bereitschaft für eine Art Patenschaft besteht.

Müllbehälter zu früh an der Straße

  • Auch Pro Bürgerschaft weist auf ein Müll-Problem hin: So werden in einem Teilbereich der Klosterstiege Müllbehälter bereits freitag- bzw. samstagabends zur Abholung an die Straße gestellt – obwohl die Leerung erst am Montag erfolgt. In der Zwischenzeit, so die Erfahrung von Herbert Krause, werfen Nachbarn aus anderen Wohngebieten weiteren Müll in die sowieso schon vollen Behälter.

Laut Abfallsatzung sind die Tonnen und Container erst an den Abfuhrtagen an die Straße zu stellen. Die Stadtverwaltung schrieb in einem Brief an Krause, dass sie die LEG Wohnen GmbH als Vertreterin der Grundstückseigentümerin auf das Fehlverhalten, die negativen Folgen und die Bestimmungen der Satzung hingewiesen und um Einhaltung gebeten habe. Die Einhaltung werde von der Allgemeinen Bauverwaltung überwacht.

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