Warnstreik am Donnerstag
Ausfälle bei Bussen und bei der Müllabfuhr

Münster -

Für Donnerstag haben die Gewerkschaften erneut zu einem landesweiten Warnstreik im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. In Münster werden deshalb einige Busse ausfallen. Auch gut 12.000 Mülltonnen werden stehenbleiben. 

Mittwoch, 07.10.2020, 16:57 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 06:43 Uhr
Einige Busse werden aufgrund des Warnstreiks am Donnerstag nicht fahren. Foto: Ahlke

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag (8. Oktober) zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen. Die Auswirkungen werden auch die Menschen in Münster zu spüren bekommen. Verdi hat nicht nur im Nahverkehr zu Streiks aufgerufen.

Auch bei den Abfallwirtschaftsbetrieben und in der Stadtverwaltung sind die Mitarbeiter zur Niederlegung der Arbeit aufgerufen. Mit dem Dienstbeginn am Donnerstagmorgen soll der Warnstreik nach Angaben von Verdi beginnen. 

12.000 Abfalltonnen bleiben stehen

Durch den Streik bleiben am Donnerstag in Münster rund 12.000 Abfallbehälter stehen. Die Stadt teilt mit, dass die Abfuhr der Abfalltonnen am Donnerstag in den folgenden Revieren ausfällt: E (Gievenbeck/Sentrup) und F (Kinderhaus-West), Kreuzviertel, Buddenturm/Neutor, Überwasser sowie P (Roxel) und Q (Nienberge). Die AWM fahren diese Touren nach. Anwohner in diesen Bezirken sollen die Tonnen deshalb unbedingt an der Straße stehen lassen. In dem Revier 04 (Kreuzviertel) werden zudem die Wertstofftonnen morgen nicht abgefahren. Alle anderen Donnerstagsreviere sind nicht betroffen.  

"Es gibt an diesem Tag auch keine Straßenreinigung. Alle Recyclinghöfe und das Entsorgungszentrum in Coerde bleiben geschlossen, ebenso das Zwischenlager für Problemabfälle an der Rösnerstraße", teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Sperrgut- und Grüngutabfuhr fällt ersatzlos aus

Die AWM weisen darauf hin, dass die Sperrgut- und Grünguttour, die am 8. Oktober (zweiter Donnerstag im Monat) anstehen würde, ersatzlos ausfällt. Alle betroffenen Bürger werden gebeten, diese Abfallfraktionen bis zum nächsten regulären Termin (12. November) im Haus bzw. Keller zu lassen. Wer nicht bis dahin warten kann, kann ab dem 9. Oktober die Recyclinghöfe nutzen.

"Wir bemühen uns, die Touren bis zum Ende der kommenden Woche nachzufahren. Allerdings ist das nur innerhalb der festgelegten Arbeitszeiten, das heißt parallel zu den regulären Touren, erlaubt. Überstunden dürfen in Folge von Ausfällen aufgrund eines Streiks nicht angeordnet werden. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Reviere, in denen der Restabfall stehen geblieben ist", wirbt Tina Mai von den AWM um Verständnis, dass sich die Nachfahrten für die Papiertonnen bis in die übernächste Woche ziehen können.

Bürger aus den Abfuhrbezirken E, P und Q haben aber gegen Vorlage des Ausweises die Möglichkeit, Rest- und Bioabfall ab dem 9. Oktober bis zum nächsten regulären Abfuhrtermin kostenfrei an den Recyclinghöfen abzugeben.

Stadtwerke rechnen mit Bus-Ausfällen

Die Stadtwerke haben ihre Kunden bereits darüber informiert, dass es von Donnerstagmorgen bis zum Betriebsende der Nachtbusse am Freitag um 2 Uhr zu Ausfällen kommen kann. Viele Busse der Stadtwerke werden wegen des Warnstreiks wohl nicht fahren können. Betroffen sind nach Angaben des Betriebs alle Buslinien (1 bis 34) sowie alle Nachtbuslinien (N80 bis N85).

In den Kreisen Coesfeld, Steinfurt und Warendorf werden die RVM-Busse bestreikt. Schüler werden also ein Problem bekommen, wenn sie mit RVM-Bussen transportiert werden. Dagegen sollen Fahrten, die von Dritt-Unternehmen im Namen der RVM durchgeführt werden, fahren, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch ankündigte. Außerdem soll auch das private Omnibusgewerbe bestreikt werden. Ab Dienstbeginn ruft Verdi auch dort zum Streik auf. So will die Gewerkschaft ein Einlenken des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) im Tarifstreit erreichen.

Regionalzüge sind vom Streik nicht betroffen.

Empfehlung: Umstieg auf andere Verkehrsmittel

Die Stadtwerke Münster empfehlen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Welche Busse genau fahren werden, ist nach Angaben der Stadtwerke kaum planbar. Welche Busse am Donnerstag wirklich fahren, darüber informieren die Stadtwerke auf www.stadtwerke-muenster.de/warnstreik .

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