Stadtwerke ziehen Freibad-Bilanz
Viele Steuer-Cent für den Förderverein

Warendorf -

Die Freibad-Saison stand ganz im Zeichen von Corona. Dennoch zogen die Initiatoren jetzt eine zufriedenstellende Bilanz. Vor allem deshalb, weil sie die Mehrwertsteuersenkung bei den Eintrittspreisen als Spende an den Förderverein weitergeben konnten.

Donnerstag, 08.10.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 10.10.2020, 00:19 Uhr
Die Mehrwertsteuer-Senkung gaben die Verantwortlichen an den Förderverein weiter (v. l.): Tristan Lerchner, Leiter der Warendorfer Bäder, Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH,und Roland Gierhake, Vorsitzender des Förderervereins Bürgerbad. Foto: Stadtwerke

Am 22. September endete die Freibadsaison im Bürgerbad Emsinsel – Zeit für ein Fazit.

Das Warendorfer Freibad war eines der ersten Bäder in der Region, welches am 21. Mai nach der corona-bedingten Zwangspause die Sommersaison einläutete. Unter Coronabedingungen war alles anders als gewohnt. Ein Hygienekonzept musste erarbeitet und mit den zuständigen örtlichen Behörden abgestimmt werden. Es beinhaltete markierte Laufwege, geschlossene Teilbereiche und vor allem eine eingeschränkte Besucherzahl mit dokumentierten Kontaktdaten. Hierzu wurde ein Online-Reservierungstool auf der Homepage der Stadtwerke eingerichtet.

„Es war auf jeden Fall richtig, vorsichtig in die Saison zu starten und dann im Laufe der Zeit sukzessive Lockerungen vorzunehmen“, sagt Tristan Lerchner, Betriebsleiter der Warendorfer Bäder.

Trotz der ganzen Einschränkungen konnten immerhin 37 205 Gäste im Bad begrüßt werden. Zum Vergleich: In der Saison 2019 waren ca. 68 000 Besucher im Warendorfer Bad.

Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen erforderte höhere personelle Kapazitäten und Kosten, zum Beispiel für die Anschaffung des Online-Tools – dem gegenüber stehen natürlich große Einnahmeverluste. „Dennoch war es richtig und wichtig, die Saison durchzuführen“, betont Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Da die Reduzierung der Mehrwertsteuer von sieben auf fünf Prozent für den einzelnen Badegast kaum spürbar ist (bei einer Erwachsenenkarte für 3,50 Euro sieben Cent), entschlossen sich die Stadtwerke Ende Juni, die Eintrittspreise nicht zu senken und den Differenzbetrag der Steuersenkung an den Förderverein Bürgerbad. weiterzugeben. Die Badegäste trugen diese Entscheidung lobend mit, schließlich leistet der Förderverein einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Attraktivierung des Freibads. In der Vergangenheit konnten durch die Unterstützung des Fördervereins unter anderem neue Strandkörbe und eine Umkleidespirale angeschafft werden.

Darüber hinaus setzt der Verein seine Mittel auch für Kinderschwimmkurse in Kooperation mit den Offenen Ganztagseinrichtungen der Grundschulen ein. Dieses Angebot liegt dem Vorstand besonders am Herzen.

Am Ende der Saison überreichten die Stadtwerke einen Spendenscheck über 827,84 Euro an den Förderverein. Eine weitere Spendenübergabe wird es Anfang 2021 geben.

Der gemeinnützige Verein freut sich über die Finanzspritze ebenso wie über Ideen und Anregungen zur Spielplatzoptimierung – das nächste Projekt, dem sich der Verein zusammen mit den Stadtwerken widmen möchte. „Wir können uns zum Beispiel gut vorstellen, im Bereich das Spielplatzes auch das Element Wasser noch mehr zu integrieren“, so Roland Gierhake, Vorsitzender des Fördervereins.

Anfang des Jahres soll es Gespräche über eine Corona-konforme Umsetzung von Veranstaltungen wie Heimatbeats, WarendorfLive und dem Emsseelauf, die 2020 allesamt ausfallen mussten, geben. Reitis: „Vieles hängt von der Entwicklung der Pandemie und den finanziellen Rahmenbedingungen ab, klar ist jedoch, dass wir als lokaler Energieversorger im nächsten Jahr Veranstaltungen möglich machen wollen.“

Vorschläge zur Spielplatzgestaltung nehmen die Stadtwerke Warendorf unter baeder@swwaf.de entgegen. Weitere Infos:

 

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