Impfstoff für Grippeschutz
Ärzte in Ochtrup haben nur kleinere Nachschubprobleme

Ochtrup -

Die Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen ist auch in Ochtrup in diesem Jahr groß. Das führt dazu, dass in einigen Arztpraxen das entsprechende Serum kurzfristig nicht verfügbar ist. Ein Grund zur Sorge sei das aber nicht, wie der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenehues, im Gespräch mit dieser Zeitung betont.

Mittwoch, 04.11.2020, 11:00 Uhr
Kurzfristig kann es derzeit zu Nachschubproblemen bei der Versorgung der Ärzte mit Grippeimpfstoff kommen. Grund zur Sorge sei das aber nicht, betont der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenhues.  Foto: dpa

Der Termin beim Hausarzt, um sich die jährliche Grippeschutzimpfung abzuholen, ist für viele Menschen im Herbst schon fester Bestandteil des Kalender. So ergeht es auch einem Ochtruper, der sich jüngst an die Redaktion wandte. Der Impftermin stand bereits. Doch dann kam ein Anruf aus der Hausarztpraxis. Sein Termin wurde abgesagt. Der Grund: Es ist kein Impfstoff vorhanden.

„Die Nachfrage ist in diesem Jahr riesig groß“, beschreibt der Sprecher der Ochtruper Ärzte, Dr. Sebastian Gesenehues, im Gespräch mit den WN die Situation. Es sei üblich, dass die Praxen bereits im Juni oder Juli die Impfstoffe bestellten. Auf Empfehlung des Robert-Koch-Instituts hätten alle Praxen in diesem Jahr deutlich mehr bestellt, als sonst. Allerdings erfolge die Auslieferung des Serums in Chargen, was bei einigen Praxen – auch in Ochtrup – zu für kleinere Nachschubprobleme sorge. Diese Engpässe sind laut Gesenheus allerdings nicht besorgniserregend. „Eigentlich müssten alle Praxen noch Nachschub bekommen“, ist sich der Arzt sicher. Es handele sich lediglich um eine kurzfristige Knappheit.

Ärzte gut vernetzt

Zudem seien die Ärzte in der Töpferstadt gut vernetzt und würden sich bei Bedarf gegenseitig aushelfen. Auch die Kontakte nach Metelen seien gut. Dort überbrückte die Praxis Gesenhues beispielsweise kürzlich, weil sie selbst ausreichend Serum auf Lager hatte, mit 150 Impfdosen einen Engpass.

Sorgen müssten sich die Ochtruper also nicht machen. Die Grippesaison starte frühestens Mitte Dezember. „Bisher hatten wir noch keinen einzigen Grippefall“, betont Gesenheus. Es sei vollkommen ausreichend, wenn Ende Januar ein Impfschutz vorhanden sei. „Erfahrungsgemäß knallt es in dann erst richtig“, weiß der Arzt.

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