Warnmarkierung auf Fahrradwegen
Graffiti gegen Geisterradler

Gronau -

Geisterfahrer sind gefährlich – für sich und andere. Auch wenn sie nur auf zwei Rädern unterwegs sind. Das Radfahren auf der falschen Seite will die Polizei bekämpfen. Unter anderem mit Graffiti.

Donnerstag, 05.11.2020, 07:00 Uhr
Andreas Rudde (Kreispolizei) und André Homölle (Stadt Gronau) beim Anbringen der ersten Markierungen auf dem Radweg an der Eper Straße. Foto: Stadt Gronau

Was Geisterfahrer auf der Autobahn, sind Geisterradler auf den Fahrradwegen: Sie nutzen die Fahrbahn in die verkehrte Richtung. Auch bei Radfahrern ist das mehr als nur ein Kavaliersdelikt: Sie stellen eine Gefahr für sich und andere dar. Mit Graffiti auf Radwegen wollen Polizei und Stadtverwaltung auf die Gefahr hinweisen: „Falsche Seite!“ warnt die Markierung in leuchtenden Neonfarben.

„Im Kreis Borken haben wir in diesem Jahr unter den Radfahrenden schon acht Tote und über 700 Verletzte zu beklagen“, so Andreas Rudde von der Kreispolizeibehörde Borken. Diese besorgniserregende Entwicklung möchte die Polizei mit unterschiedlichen Maßnahmen bekämpfen – darunter eben auch die Graffiti-Aktion. In Kooperation mit der Stadt Gronau, Fachdienst Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, werden sie an verschiedenen Stellen im Gronauer Stadtgebiet auf Radwegen aufgebracht.

„Wir möchten für eine höhere Sicherheit auf den Radwegen in Gronau sorgen und unterstützen daher diese Aktion“, macht André Homölle, zuständiger Fachdienstleiter, deutlich. Die Hinweise werden da aufgesprüht, wo häufig „Geisterradler“ unterwegs sind bzw. wo es bereits schwere Unfälle mit Zweirädern gab.

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