„Vorgarteninitiative Senden“ zieht positives Resümee
Grüne Oasen statt Kies und Beton

Senden -

Die „Vorgarteninitiative Senden“ zieht ein positives Fazit ihrer bisherigen Arbeit.

Montag, 23.11.2020, 06:14 Uhr
Zogen am Musterbeet vor der Edith-Stein-Schule ein positives Resümee der bisherigen Arbeit der Vorgarteninitiative Senden Foto: Siegmar Syffus

Grüne, lebendige und abwechslungsreiche Vorgärten statt trister Flächen aus Schotter, Kies oder Beton sollen sich in Senden verbreiten: Mit diesem Ziel vor Augen hat die Vorgarteninitiative Senden vor knapp zwei Jahren ihre ehrenamtliche Arbeit aufgenommen. Zur Schaffung pflegeleichter und naturnaher Beete galt es, Interessierten konkrete Informationen und Anleitungen an die Hand zu geben. „Dem sind wir rückblickend auf die Aktionen im laufenden Jahr ein großes Stück näher gekommen“, sind sich Klaus Dallmeyer und Rolf Wiederkehr, die beiden Sprecher der Vorgarten-Initiative Senden, einig.

Durch zahlreiche Maßnahmen sei aufgezeigt worden, wie abwechslungsreich und lebendig grüne Vorgärten sein können. Nach zwei gutbesuchten Informationsabenden im Ortsteil Senden sollen rechtzeitig zur nächsten Pflanzsaison in Bösensell und Ottmarsbocholt zwei weitere folgen. Die Termine werden noch bekanntgegeben, so die Pressemitteilung.

Visitenkarte des Hauses und erstaunlich pflegeleicht

„Mit einer fachgerechten Pflanzenauswahl ausgestattet sind Vorgärten nicht nur Visitenkarte des Hauses, sondern auch erstaunlich pflegeleicht“, teilt die Initiative weiter mit. Pflanzenlisten mit entsprechenden Stauden und Gräsern, Bäumen und Sträuchern sowie Rosen helfen dabei. Diese können im Internet unter www.senden-westfalen.de abgerufen werden. Denn die Gemeindeverwaltung unterstützt die Initiative mit der Internet-Präsenz auf ihrer Website und mit der Bereitstellung von Flächen für Musterbeete. Unterstützt wurde die ehrenamtliche Gruppe auch von der Gärtnerei de Jong und der Baumschule Sennekamp, mit deren fachkundiger und materieller Unterstützung auch die Anlage von zwei Musterbeeten möglich wurde.

Angelika Emschove und Christiane Ihle, zwei Mitgliedern der Gruppe, ist es hauptsächlich zu verdanken, dass am Rathaus und an der Edith-Stein-Hauptschule zwei pflegeleichte naturnahe Beete entstanden sind beziehungsweise noch heranwachsen.

Abschließende Herbstarbeiten am Musterbeet am Rathaus wurden Ende Oktober vorgenommen. Lediglich eine Pflanzengruppe wurde entfernt, die dazugehörige Pflanzenliste im Internet angepasst. Mit einzelnen Gießaktionen im Hochsommer zeigte sich das Musterbeet am Rathaus als äußerst pflegeleicht. „Der Storchschnabel verwöhnt den Betrachter bis zum heutigen Tag mit einer Menge leuchtender Blüten“, freut sich Angelika Emschove gemeinsam mit Christiane Ihle.

Beitrag zu Artenvielfalt und Klima

„Uns liegt aber nicht nur der Aspekt der Pflegeleichtigkeit am Herzen, sondern auch die Artenvielfalt, für die ein ansprechendes Arrangement der Pflanzen sorgen kann“, betont Sandra Maaß. „Auch binden sie Feinstaub, reinigen die Luft, produzieren Sauerstoff und kühlen an heißen Sommertagen durch die Wasserverdunstung die Luft. So schaffen sie auch einen klimatischen Ausgleich zur Bebauung“, informiert das Mitglied der Vorgarteninitiative.

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