Betrüger am Telefon
Aufmerksame Menschen verhindern Geldübergabe

Sendenhorst -

In Sendenhorst treiben Telefonbetrüger ihr Unwesen. Sie forderten von älteren Menschen Geld. Die Übergabe scheiterte aber an aufmerksamen Menschen.

Dienstag, 24.11.2020, 15:08 Uhr

In Sendenhorst geben sich in diesen Tagen Betrüger am Telefon unter anderem als falsche Polizeibeamte aus, um an Wertgegenstände und Bargeld insbesondere von älteren Menschen zu kommen. Das teilt die Kreispolizei mit.

Taxifahrer hört aufmerksam zu und informiert die Polizei

Aufmerksame Zeugen verhinderten in zwei Fällen die Übergabe von Bargeld an Betrüger. Am Donnerstagmittag sollte ein Taxifahrer eine Seniorin zur Bank nach Ennigerloh fahren. Der 55-Jährige kam mit der 80-Jährigen ins Gespräch, in dem sie schilderte, eine größere Summe Geld abholen zu müssen. Sie habe einen Anruf aus einem Krankenhaus erhalten, da sowohl ihre Tochter als auch der Schwiegersohn schwer krank seien. Für den Transport mit dem Rettungshubschrauber müssten 30 000 Euro vorgestreckt werden. „Der Taxifahrer aus Ahlen tat das Richtige, fuhr die Seniorin nach Hause und informierte die Polizei“, heißt es im Bericht der Beamten.

Bankangestellte ist skeptisch und ruft die Polizei an

Am Freitag meldete sich ein angeblicher Polizist eines Raubdezernats bei einer älteren Frau und machte Angaben zu einem Raub. Zwei Täter seien festgenommen worden, ein Dritter sei flüchtig. Dieser würde versuchen, an ihr bei der Bank hinterlegtes Geld zu kommen. Die Sendenhorsterin möge das Geld abheben und könne dieses später – nach der erfolgreichen Festnahme – im Beisein der Polizei wieder einzahlen.

Zwischenzeitlich hätte der Anrufer die Frau noch, als diese Zweifel hatte, im Gespräch gebeten, die 110 zu wählen. Dort kam ein zweiter Betrüger ins Spiel und bestätige die angebliche Echtheit des Anrufs.

In der Bank hinterfragte die Mitarbeiterin die beabsichtige größere Bargeldabhebung. Die Seniorin berichtete ihr von dem Grund. Die Angestellte informierte die Polizei und bewahrte die Frau vor einem finanziellen Schaden, berichtet die Polizei. Sie rät: sofort auflegen und die richtigen Beamten anrufen.

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