Finanzquellen versiegen – hohe Kosten bleiben
Tierheim braucht Hilfe fürs Helfen

Ottmarsbocholt -

Das Tierheim in der Bauerschaft im Grenzgebiet von Senden-Ottmarsbocholt, Lüdinghausen, Ascheberg und Nordkirchen gerät im ersten Jahr nach der Einweihung in Turbulenzen. Fehlende Veranstaltungen sind ein Grund, weshalb Finanzquellen versiegen und Spenden dringend erforderlich sind.

Donnerstag, 26.11.2020, 16:16 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 12:40 Uhr
Nicht nur Thyson wird es danken: Die Tierfreunde Lüdinghausen bitten um Spenden für ihr Tierheim in Ottmarsbocholt. Foto: Tierfreunde Lüdinghausen

Das Tierheim in Ottmarsbocholt hat bereits in seinem ersten Jahr nach der Neueröffnung mit starken Einbußen zu kämpfen. Wie viele Einrichtungen, Betriebe und ganze Branchen leidet es unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. So konnten sämtliche geplante Feste – darunter Maifest, Sommerfest, Adventsbasar – dieses Jahr nicht stattfinden. Diese Events, die in der Regel durch den Verkauf von Essen und Getränken, durch die gut sortierte Trödelstube und weitere Aktionen über das Jahr gut 8000 Euro zusammen bringen, fehlen dem Verein.

Auch die generelle Spendenbereitschaft, so heißt es in der Pressemitteilung, fällt dieses Jahr gering aus. Was der Tierschutzverein insbesondere darauf zurückführt, dass viele Unternehmen selbst durch Corona angeschlagen sind. „Langsam wird es wirklich eng und Besserung ist nicht in Sicht“, bedauert Maria Eichel, erste Vorsitzende des Vereins. Sie spricht Klartext: Auch eine mögliche Schließung des Tierheims in der Oberbauerschaft (Hohe Lucht) sei nicht komplett ausgeschlossen.

Langsam wird es wirklich eng.

Maria Eichel, erste Vorsitzende

Daher starten die Tierfreunde nun einen Aufruf an die Bürger und bitten um finanzielle Unterstützung. Auch kleine Beträge werden dankbar entgegen genommen, denn „viele kleine Spenden bringen am Ende auch viel Geld“.

Kostendruck für den Tierheim-Träger ist hoch

Der Kostendruck, um Tiere schützen zu können, ist hoch: Um den Tierheimbetrieb aufrecht zu erhalten muss der Verein monatlich alleine 2700 Euro an Pacht und Darlehen zahlen. Dazu kommen etwa 800 Euro für Strom und Gas und gut und gerne 2500 Euro für Tierarztkosten und Medikamente, so die Pressemitteilung weiter. „Und insbesondere das Katzenhaus ist aktuell weiter proppenvoll“ mit abgegebenen oder aufgelesenen Katzen und Kitten.

Die Einnahmen durch Schutzverträge und Mitgliedsbeiträge reichen bei Weitem nicht, um die Kosten zu decken und für Tierheime gebe es keinerlei staatliche Corona-Hilfen. „Zeigen Sie Ihr Herz für die Tiere und helfen Sie uns, dass die Arbeit der vielen engagierten Ehrenamtlichen nicht umsonst war“, bittet Maria Eichel abschließend.

Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden sich online: www.tierfreunde-luedinghausen.de

 

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