Neue Technik sorgt für Fragen
Pink-Parade in Boxen des Waschsalons

Ascheberg -

„Pretty in Pink“! So ganz folgen die Ascheberger diesem Satz nicht, wenn ihre Autos beim Waschen unter einer lilafarbenen Schaummischung verschwinden. Und die Fragen „Was ist das?“ an die WN-Redaktion, sind mit einer Autoparade in pink garniert.

Freitag, 04.12.2020, 19:00 Uhr
Autos in Pink! Mit diesen Bildern erreichte die WN-Redaktion die Frage, warum es so farbig schäumt. Foto: iss/privat

Tiguan in pink! Wie reagiert die schneeweiße Familienkutsche auf den farbigen Schaum? Diese Frage stellten sich in den vergangenen Tagen nicht nur die Besitzer des Tiguan. Einige Bilder von der Waschstation an der Industriestraße in Ascheberg sind bis zur Redaktion der Westfälischen Nachrichten durchgedrungen. Immer mit der Frage: „Was ist in der Waschanlage los?“

Dem Betreiber Hendrik Ligges ist die Frage nicht fremd: „Das habe ich aus meinem Bekanntenkreis selbst schon einige Male gehört.“ Der geheimnisvolle Schaumwechsel - bisher war er immer weiß – ist aber schnell aufzuklären. „Wir haben die komplette Technik ersetzt“, berichtet Ligges.

Die Selbstwaschanlage am Ascheberger Minikreisel stammt aus dem Jahr 1997. Sie hat also ihren Dienst bisher gut versehen. „Am Ende wurde das Warten intensiver“, informiert Ligges, bei dem auch Hinweise ankamen, dass an anderen Orten modernere Technik angeboten wird. Für den Nutzer bieten sie kürzere Waschzeiten, der Anbieter spart Strom und Wasser. Also hat Ligges sich entschlossen, die Technik zu tauschen: „Ich habe an einem Samstag alles rausgerissen. Am Montag hat die Firma mit dem Einbau begonnen. Dienstags haben wir die Leitungen verlegt. Dann hat die Firma den Rest erledigt.“ Der Wechsel dauerte also nicht einmal eine Woche.

Zu den wesentlichen Neuheiten gehören zwei Schläuche, die nun pro Box im Einsatz sind. Und eine Schaumart, die zu Beginn des Waschvorgangs eingesetzt wird, kommt in pink daher. „Da gab es tatsächlich schon die Frage, ob das wieder abgeht“, schmunzelt Ligges, der fortfährt: „Natürlich bleibt der Schaum nicht auf dem Lack. Der wirtschaftliche Schaden wäre ja gar nicht zu bezahlen.“

Bei der neuen Selbstwaschanlage muss der Betreiber nicht mehr täglich nach der Funktionsfähigkeit schauen. Allerdings ist trotzdem täglich ein Besuch nötig. Ligges erklärt es so: „Wer Sauberkeit verkaufen will, muss die Anlage selbst sauber halten.“ Ärgerlich findet er, dass ausgerechnet nach dem Säubern Leute kommen, die viel Dreck hinterlassen.

Mit den neuen Farbmöglichkeiten hat der Betreiber sich noch nicht intensiv beschäftigt: „Es soll auch andere Farben geben“, hat er erfahren. Vielleicht heißt es dann im nächsten Jahr Tiguan in türkis.

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