Zimmerbrand im Jugendgruppen-Haus
Brandmelder informiert die Bewohner

Ascheberg -

„Feuer vier – Menschenleben in Gefahr“, mit diesen Stichworten wurden die Freiwilligen Feuerwehren Ascheberg und Lüdinghausen am Sonntagabend zu einem Haus gerufen, in dem Jugendliche leben. Ein Brandmelder verhindert Schlimmeres.

Montag, 07.12.2020, 15:00 Uhr
Weil Gefahr für Menschenleben nicht auszuschließen war, rückte ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr zur Dorfheide aus. Foto: Tina Nitsche

Zu einem Zimmerbrand an die Dorfheide rückten am Sonntagabend die Freiwilligen Feuerwehren Ascheberg und Lüdinghausen aus. Weil nicht auszuschließen war, das Menschenleben in Gefahr waren, waren auch Notärztin und Rettungsdienst vor Ort. Am Ende waren die Helfer froh, dass der Einsatz mit dem Alarmstichwort „Feuer vier“ glimpflich endete.

Die Brandmeldeanlage in dem Haus, das mit einer jugendlichen Wohngruppe belegt ist, hatte den Brand gemeldet. „Die Kollegen, die Dienst hatten, haben sofort die Feuerwehr gerufen und die Kinder nach draußen gebracht. Das hat alles gut funktioniert“, atmet Thomas Kißmann von der Jugendhilfe Werne durch. Zusätzlich wurde die Leitstelle von einem Feuerwehrmann aus der Nachbarschaft, der den Brandmelder in dem Gebäude ebenfalls gehört hatte, alarmiert.

„Als wir eintrafen, standen alle Bewohner schon draußen. Das war sehr gut geordnet“, berichtet Wehrführer Rainer Koch. Ein Trupp des Löschzuges Ascheberg unter Atemschutz erkundete das Gebäude und stieß im Erdgeschoss auf einen Zimmerbrand, der schnell gelöscht werden konnte. „Wir haben dann noch einmal einen zweiten Trupp aus Davensberg ins Haus geschickt, um zu prüfen, ob dort tatsächlich niemand mehr war“, informiert Koch. Notärztin und Notfallsanitäter kümmerten sich um die Bewohner, die allesamt gesund und ohne Rauchvergiftung aus dem Haus gekommen waren.

Nach dem Löschen des Brandes setzte die Wehr noch einen Hochleistungslüfter ein, um das Haus wieder rauchfrei zu machen. Für die Nacht wurden die Bewohner nach Informationen der Ascheberger Wehr in anderen Unterkünften untergebracht. Wann die Wohngruppe wieder einziehen kann, ist offen. Die Jugendhilfe Werne wird mit einem Fachmann die Schäden in Augenschein nehmen und kündigte gestern für diese Woche eine Pressemitteilung an.

Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Günter Reuver war auch die Polizei vor Ort. Die Brandsachverständigen sind auf der Suche nach den Ursachen. Ein Ergebnis lag am Nachmittag noch nicht vor.

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